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Nachhaltigkeit

Liebe Leser,

„Die Zukunft ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge der Entscheidungen, die wir heute treffen“, ein Zitat von Franz Alt, der sich schon seit langem mit nachhaltigen Themen in ökologischer und sozialer Hinsicht beschäftigt. Nachhaltigkeit taucht heute in allen Lebensbereichen auf, wird vielschichtig diskutiert, geht manchen schon zu weit und stellt für viele immer noch einen schwer greifbaren Begriff dar.
 
Daher widmen wir unseren heutigen Newsletter diesem in Zukunft immer wichtiger werdenden Thema. Was bedeutet Nachhaltigkeit für die Wirtschaft, was können und was müssen wir in diesem Bereich tun und welche Themenfelder werden besetzt? Wir haben uns mit der Nachhaltigkeits-Expertin Anke Steinbach unterhalten, die uns einen Einblick in den Stand der Entwicklung der Nachhaltigkeit in Unternehmen gibt und uns vor allem die Möglichkeiten und Chancen aufzeigt, die Corporate Social Responsibility für das Interim Management bietet.
 
Seit 2008 haben sich die Management Angels dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie „More than neutral“ ist eine umweltschonende Wirtschaftsweise Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses. Auch in diesem Jahr arbeiten wir wieder zu 100% CO2-neutral und stellen Ihnen heute unseren aktuellen Klimabericht vor.
 
Vielleicht erinnern Sie sich noch an unsere Baumpflanzaktion zu Weihnachten, in der wir das Projekt „Jeder Baum zählt“ in Afrika unterstützt haben. Was auf der anderen Seite der Welt Nachhaltigkeit bedeutet und welche Projekte es dort zu managen gilt, hat uns Heike Eggers, Gründerin und 1. Vorsitzende der „ana yi africa - Brücken nach Afrika e.V.“ verraten.  
 
Anders als sonst starten wir diesen Newsletter mit der aktuellen Presse, die sich im Juni erfreulicherweise sehr intensiv dem Thema Interim Management widmet. Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und Interim Manager im Handelsblatt und der Wirtschaftswoche.
 
Viel Spaß bei der Lektüre!
 
Ihre Management Angels

Presse
Interim Management aktuell!
Management Angels in Handelsblatt und Wirtschaftswoche

„Chefposten auf Zeit“ tituliert es das Handelsblatt, „Mehr als rein, ran, raus“ die Wirtschaftswoche. Interim Management ist ein Thema, mit dem sich die Presse im Juni stark auseinandersetzt. Viele Unternehmen – besonders im Mittelstand – haben erkannt, dass Interim Management ein effektives Personaltool darstellt, das sowohl bei kurzfristiger Vakanzüberbrückung, als auch bei neuen Projekten verstärkt genutzt wird.

Dass auch hier das Thema Nachhaltigkeit von großer Bedeutung ist, lesen Sie im Artikel der Wirtschaftwoche: (…) “In der Praxis sehen die Unternehmen oft nur die akute Personallücke, die gefüllt werden soll“, berichtet Thorsten Becker, Geschäftsführer der Hamburger Management Angels. Deshalb bieten Vermittler wie Becker Unternehmen an, gemeinsam ein präzises Anforderungsprofil zu erstellen und die erwünschten Voraussetzungen bei der Berufserfahrung genau zu formulieren. Das macht Becker schon aus eigenem Interesse, denn auch sein langfristiger Geschäftserfolg hängt davon ab, ob die angedienten Interimsmanager einen guten Job machen.“(…) „Häufig verlieren Mittelständler aus den Augen, dass der Interimsbeauftragte ein halbes Jahr strategisch wichtige Aufgaben im Unternehmen erfüllt, die danach von jemandem weitergeführt werden müssen, um langfristig sinnvoll zu sein“. Sein Ratschlag:“ Wir halten es für sinnvoll, wenn jeder Interimsmanager in seiner Dienstzeit seinem Kunden am Ende eine Art Testament hinterlässt.“(…)

Den vollständigen Artikel aus der Wirtschaftswoche vom 04.06.2012 finden Sie hier.
 
Welche Erfahrungen Interim Manager bei Ihrer Tätigkeit in unterschiedlichen Unternehmen machen und wie gut die Zusammenarbeit laufen kann, erfahren Sie im Handelsblatt vom 1./2./3.06. 2012. Hier geht es zum vollständigen Artikel

Autor:
Anke Steinbach
Nachhaltigkeitsstrategien in der Praxis
Interview mit der Nachhaltigkeits-Expertin Anke Steinbach

Nachhaltigkeit ist ein komplexer und weitreichender Begriff, der zum einen in aller Munde, zum anderen aber für viele Menschen nicht wirklich greifbar ist. Wir freuen uns,  Ihnen im folgenden Interview mit der Nachhaltigkeits-Expertin Anke Steinbach, Gründerin und Geschäftsführerin der STEINBACH STRATEGIEN, einen Einblick in das Thema Nachhaltigkeit zu bieten und Ihnen vielleicht auch einige Anregungen zu geben, Nachhaltigkeit als Differenzierungsmerkmal oder Wettbewerbsvorteil zu entwickeln und zu nutzen.
 
Christiane Fuhrmann: Woher kommt eigentlich der Begriff Nachhaltigkeit und wie definieren Sie ihn für Ihre berufliche Tätigkeit?
 
Anke Steinbach: Die Idee wurde im  18. Jahrhundert  in der Forstwirtschaft geprägt. Wälder sollen so bewirtschaftet werden, dass man die Substanz nicht aufzehrt. Die Brundtland-Kommission erweiterte die Idee vor nunmehr 20 Jahren um die Generationengerechtigkeit: Wir sollen so leben (und wirtschaften), dass zukünftige Generationen gleiche Chancen auf Befriedigung ihrer Bedürfnisse haben. Allerdings ist der Begriff erst in den letzten 15 Jahren auch in das Management vorgedrungen. Wir von STEINBACH STRATEGIEN verstehen darunter eine neue Form des Wirtschaftens. Es geht darum, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen eines Unternehmens auf den Prüfstand zu stellen und zu definieren, welchen Beitrag ein Unternehmen zur positiven Entwicklung unserer Gesellschaft leisten will.
 
Christiane Fuhrmann: Für welche Unternehmen macht eine Nachhaltigkeitsstrategie Sinn und für welche Unternehmen sind Sie heute vorrangig tätig?
 
Anke Steinbach: Grundsätzlich macht Nachhaltigkeit in jedem Unternehmen Sinn und lässt sich auch in jedem Unternehmen individuell gestalten. Sei es in Form einer ressourcenschonenderen Produktion, durch Umstellungen in der IT oder in der Logistik, die Auslobung von Energie- und Materialeinsparungen beim Kunden, die Einführung umweltverträglicherer Produkte oder Produkten aus regionaler Erzeugung, die Ermittlung der größten Umweltwirkungen im Produktlebenszyklus („ökologischer Fußabdruck) bis hin zu Strategien, die einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Mensch (Stichwort Work-Live-Balance, Verhaltenskodex etc.) oder Engagement für Ausbildung und Nachbarschaft zum Ziel haben. Auch ein Mitarbeiterwettbewerb zum Thema „Energie-  oder Ressourcensparen“ ist geeignet, um das Thema intern zu etablieren und die Mitarbeiter einzubinden.
Wir arbeiten sowohl für einige kleine Unternehmen, wie z.B. Lebensbaum, einen Biopionier mit ca. 130 Mitarbeitern oder Budnikowsky, einen regionalen Drogeriemarkt, als auch für Großunternehmen wie C&A, TRUMPF, Aurubis.  Wir bearbeiten ein sehr breites Branchenspektrum, von Handel, Banken, über die Lebensmittelindustrie, Milchwirtschaft, Pharmaunternehmen, Rohstoffunternehmen bis hin zur produzierenden Industrie.
 
Christiane Fuhrmann: Was bewegt Unternehmen Sie mit Nachhaltigkeitsthemen zu beauftragen?
 
Anke Steinbach: Das können sehr unterschiedliche Motive sein. Zum einen gibt es den externen Druck z.B. durch die Politik, die Standards vorgibt, durch Medien oder NGOs. So gibt es Branchen, in denen Unternehmen „getrieben“ sind und sich zügig mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen müssen und dort bei  der Definition ihres Programms und der Umsetzung in die Organisation unsere Hilfe benötigen. Der Bedarf kann aber auch durch die Konkurrenz oder den Konsumenten ausgelöst werden. An die Lebensmittelindustrie stellt derzeit zum Beispiel der Handel eine Reihe von Anforderungen an bestimmte Produkte, für die noch Lösungen erarbeitet werden müssen. Ein Großunternehmen haben wir kürzlich zum Thema beraten, welche Art von Stakeholder-Management-System eigentlich erforderlich ist. 
Oder aber börsennotierte Unternehmen werden von Ratingagenturen angefragt, um Auskunft über ihre Performance bezüglich der Nachhaltigkeit zu geben. Dies geschieht meist in Form eines Fragebogens, durch den das Unternehmen seine Aktivitäten darstellen muss. Auch Kunden und Lieferanten senden zunehmend solche Fragebögen in die Unternehmen. Hier unterstützen wir die Unternehmen in der Aufbereitung der Unterlagen, der richtigen Einordnung der Projekte, der Inhalte sowie ihrer Darstellung, da hier bei den meisten Unternehmen noch keine Erfahrungen vorliegen. Auch die Berichterstattung begleiten wir aus fachlicher Sicht: Macht ein Nachhaltigkeitsbericht Sinn? Was sollte drin stehen, was nicht?
 
Christiane Fuhrmann: Wie sieht eine Zusammenarbeit mit Ihnen konkret aus?
 
Anke Steinbach: Zuerst sprechen wir mit einem Verantwortlichen im Unternehmen – einem neu ernannten oder schon etablierten Nachhaltigkeitsbeauftragten, oder jemandem, der solche der bereits genannten Themen auf dem Tisch hat. Das kann Einkauf, Marketing, Kommunikation, IR, Qualitätsbeauftragter, HR-Manager… sein. Mit diesem Ansprechpartner  klären wir die Herausforderungen für das Unternehmen. In der Regel erstellen wir einen ersten Blick auf Branche und Unternehmen – hier hilft unsere langjährige Erfahrung im Thema, gute Impulse für Ansatzpunkte aufzuzeigen. 
Wir führen mit den Kunden fachliche Gespräche, klopfen ab, was das Unternehmen bisher macht, wie die Situation im Markt wahrgenommen wird, wie offen die Organisation ist, sich mit Nachhaltigkeitsfragen zu beschäftigen. Diese haben fast immer etwas mit Veränderung zu tun! Dabei gehen wir sehr offen mit den Kunden um, sprechen früh über Risiken und Nebenwirkungen, raten auch öfter mal von bereits geplanten Projekten ab.  Wir klären darüber auf, was zu tun wäre und finden so gemeinsam mit den Gesprächspartnern heraus, wo man konkret ansetzen kann. Nicht immer ist nämlich schon ein expliziter Auftrag der Geschäftsführung vorhanden, diese Themen zu bearbeiten. Das erfordert dann ein pragmatisches Vorgehen und eine kluge Priorisierung möglicher und nötiger nächster Schritte.
Wichtig ist, dass es für das Unternehmen relevant ist, erlebbar sein muss nach innen und außen und dass der Aspekt „Was bringt es dem Unternehmen?“ immer im Auge behalten werden muss.
Wir sehen uns hier als Lotse oder Kompass für den Kunden, zeigen auf, wie man das Thema intern verankert, bevor man damit nach draußen geht. Manchmal ist es sehr hilfreich, mit einem Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit in unserer Branche“ zu starten.
Viele Unternehmen sind für die drohenden Risiken oder auch langfristigen Chancen noch wenig sensibilisiert – obwohl sich dies allmählich ändert. Wichtig ist, sich frühzeitig und systematisch mit den eigenen Schwerpunkten zu beschäftigen, denn nachhaltige Projekte lassen sich nicht von jetzt auf gleich umsetzen und die Marktdynamik ist extrem hoch!
 
Christiane Fuhrmann: Wie sieht ein Nachhaltigkeits-Großprojekt aus?
 
Anke Steinbach: Es gibt Kunden, die betreuen wir über mehrere Jahre, um Nachhaltigkeit in den verschiedenen Unternehmensbereichen aufzusetzen. Oft sind es einzelne Schlüsselprojekte, die wir begleiten, welche dann einen klaren, abgeschlossenen Zeithorizont haben. Für C&A haben wir beispielsweise die Einführung von Bio-Baumwolle begleitet – ein Großprojekt für das Unternehmen! Als Ergebnis konnte sich C&A wirklich positiv im Wettbewerb abheben, hat sich die knapper werdenden Einkaufsvolumina frühzeitig gesichert, wurde  mit dem Nachhaltigkeitspreis 2010 belohnt sowie einer ausgiebigen journalistischen Berichterstattung. Zur Umsetzung eines solchen Projektes – gerade wenn die Marktsignale noch verhalten sind und es Geld kostet - bedarf es allerdings eines langen Atems sowie eines breiten Commitments der Geschäftsleitung.
 
Christiane Fuhrmann: Welche Rolle spielt hier eigentlich das Marketing?
 
Anke Steinbach: Sicherlich bietet das Marketing das Instrumentarium, um die Nachhaltigkeitsaktivitäten eines Unternehmens an die Öffentlichkeit zu bringen und als Wettbewerbsvorteil zu kommunizieren. Im Frühjahr diesen Jahres sahen wir in den C&A-Schaufenstern wieder eine tolle Inszenierung der neuen Bio-Baumwollkollektion! Das braucht es, um das Thema aus der reinen Fachdiskussion in die Wahrnehmung der Kunden zu bringen! Und gerade in wettbewerbsintensiven Bereichen spielt Marketing eine wichtige Rolle. Marketing als Hauptmotivator ist hingegen nicht empfehlenswert. Reine Marketingstrategien werden von der Öffentlichkeit schnell enttarnt. Konsumenten wie auch Verbraucherschützer sind äußerst sensibel und nehmen Unternehmen ökologisches oder soziales Engagement nur ab, wenn hier tatsächlich Substanz dahinter steht. Nur langfristig angelegte Nachhaltigkeitsstrategien eignen sich daher als vertrauensbildende Maßnahme und für das offensive Marketing. Wir beraten die Kunden hier nicht nur bezüglich der Strategieinhalte, sondern erarbeiten einen langfristig stimmigen Weg, entwickeln flankierende Maßnahmen und dienen als „Kommunikationsairbag“, indem wir die Marketing Aussagen dahingehend prüfen, ob sie zu defensiv oder aber zu laut sind. Denn die Kommunikation muss zur Strategieausrichtung passen.
 
Christiane Fuhrmann: Was bedeutet Nachhaltigkeit für das Interim Management?
 
Anke Steinbach: Es ist spannend, dass die Thematik ins Interim Management Einzug hält. Seit ich die Management Angels kenne (was nun schon einige Jahre sind), treibt diese das Thema um – damit sehe ich sie auch als Vorreiter in der Thematik! Man könnte die Frage stellen: kann das kurzfristig orientierte Geschäftsmodell des Interim Managements überhaupt nachhaltig sein? Ich denke, es ist klar, dass es das kann und muss. Und zwar nicht nur in der erwarteten ökonomischen Richtung, sondern auch ökologisch und sozial. Sicherlich ist das sehr stark von der Aufgabenstellung und der konkreten Position abhängig, die ein Interim Manager übernimmt. Der Interim Manager trägt in der Regel während seines befristeten Arbeitseinsatzes eine hohe Verantwortung. Der Erfolg seines Einsatzes ist davon abhängig, welche Lösungen er entwickelt, wie er sie im Unternehmen umsetzt und bei den Mitarbeitern verankert, damit sie auch nach seinem Ausscheiden „nachhaltig“ wirken. Langfristig erfolgreich sind dabei nur die Strategien und Konzepte, die neben der ökonomischen auch die sozialen und notwendigen ökologischen Aspekte berücksichtigen, die dem Unternehmen eine langfristige Zukunft sichern. Hier kann ein Interim Manager sogar federführend neue Entwicklungen einleiten, da von ihm starke Impulse erwartet werden, die von der Geschäftsführung eher umgesetzt werden, als wenn sie aus den eigenen Reihen kämen.
Ein Interim Management Provider wie die Management Angels und seine Interim Manager haben  eine Reihe spannender Aufgaben rund um Nachhaltigkeit zu bewältigen. Klimaneutralität ist ein 1. Schritt, weitere sollten folgen. Ob Veränderungen im Mobilitätsverhalten oder im Veranstaltungsmanagement (Umstellung auf „nachhaltigere Alternativen“), ethischer Umgang mit Ressourcen, Antikorruptionsverpflichtungen, Verhaltenskodizes oder alle möglichen Themen rund um Mitarbeiter und Interim Manager (z.B. Diversity Management), es gibt viele spannende Themen für das Interim Management.
Ich sehe aber noch einen weiteren zukünftig wichtigen Nachhaltigkeits-Aspekt im Interim Management. Es fehlt in vielen Unternehmen noch an Nachhaltigkeitsfachleuten mit dem Know-how, um Strategien und Konzepte zu entwickeln. Eine Spezialisierung von Interim Managern in diesem Bereich eröffnet dem Interim Management ein neues und noch in der Entwicklung befindliches Aufgabengebiet. Interim Manager sind geradezu prädestiniert für diese Aufgaben, da sie in der Lage sind, sich schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen und weitsichtig die richtigen Entscheidungen zu treffen. Durch ihre Spezialisierungen auf bestimmte Branchen oder Funktionen lassen sich zudem schnell die relevanten Anknüpfungspunkte der Nachhaltigkeit ableiten! Nachhaltigkeit stellt also ein hochattraktives Arbeitsfeld für Interim Manager dar, da es zum einen ein stark wachsendes Segment  und zum anderen extrem breit gefächert ist.
 
Weitere Informationen zu Nachhaltigkeitsstrategien unter www.steinbach-strategien.de.
 

Autor:
more than neutral
„Angels“ fliegen klimaneutral
„More than neutral“ - Aktueller Klimabericht der Management Angels liegt vor

Stets unserem Motto „More than neutral“ folgend, haben es sich die Management Angels auch für das Geschäftsjahr 2011 wieder zum Ziel gesetzt, möglichst effizient und umweltschonend zu wirtschaften. Der Ressourcenverbrauch der Menschheit übersteigt die real existierende Erdfläche um 50%. Da es jedoch keine 1,5 Planeten Erde gibt, sondern nur einen, ist jeder gefragt, einen Teil zum Erhalt unseres Planeten beizusteuern.
 
Aus diesem Grund sind die Management Angels seit 2008 darauf bedacht, den CO2-Verbrauch möglichst niedrig zu halten. Um Fortschritte und mögliche Verbesserungsfelder aufzuzeigen und kenntlich zu machen, arbeiten die Management Angels in diesem Sinne mit dem spezialisierten Dienstleister „Climate Partner“ zusammen. Die Erstellung eines CO2-Berichts, der fokussiert aufzeigt, in welchen Bereichen wie viel CO2 verbraucht wird, ist dabei eine große Hilfe. So ist es möglich, die größten CO2-Quellen kenntlich zu machen, so dass aktiv an einer Reduzierung gearbeitet werden kann.
 
In den letzten Jahren stellten die Geschäftsreisen der Management Angels die größte CO2-Quelle dar. Rund 48% des CO2-Ausstoßes (von gesamt 51,796 Tonnen) wurde 2011 durch Reisen verursacht. Jedoch ist in diesem Bereich eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Kalenderjahr 2011 mehr Geschäftsreisen vom Flugverkehr auf die Nutzung der Bahn verlegt. Ähnliches konnte im Bereich der Anfahrten zum Arbeitsplatz beobachtet werden. Der Trend bewegt sich weg von der Nutzung des Autos hin zu den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. So konnten im Bereich „Anfahrt Mitarbeiter“ 11% an CO2-Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr eingespart werden.
 
Die Management Angels haben in den letzten Jahren festgestellt, dass auch im alltäglichen Bereich CO2 eingespart werden kann – ohne großen Aufwand. Die Nutzung von klimaneutralem Catering, der Bezug von Öko-Strom oder aber die Verwendung von Recycling-Papier tragen dazu bei, den CO2-Verbrauch auf einem konstant niedrigen Level zu halten. Gemeinsam mit Climate Partner haben wir ein Benchmark-System entwickelt, dass uns mit der Kennzahl CO2e/TEUR die Relation des CO2-Ausstoßes eines Jahres zum erwirtschafteten Jahresumsatz aufzeigt. Ziel ist es, diesen Quotienten auf einem möglichst konstant niedrigen Niveau zu halten. Dieser ermittelte relative Wert macht es uns dauerhaft möglich, Wachstum effizient – mit Blick auf die Umwelt – zu gestalten, so dass eine Umsatzerhöhung nicht automatisch mit einer Erhöhung der CO2-Bilanz einhergeht.
 
Um das Projekt abzuschließen, den Kreislauf zu vollenden, investieren wir alljährlich in sogenannte Emissionszertifikate, die Treibhausemissionen neutralisieren sollen und Klimaschutzprojekte unterstützen. Im Jahr 2011 haben wir uns dafür entschieden, in ein Wiederaufforstungsprojekt in der Provinz Sofala in Mosambik zu investieren. Hier sollen stark abgenutzte und degradierte Wälder aufgeforstet, Lebensräume und Biodiversität erhalten werden und eine konstante Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung geschaffen werden.
 
Weitere Dokumente und unseren detaillierten Klimabericht, mit allen wichtigen Kennzahlen, Entwicklungen und Erläuterungen zum Benchmark-System für Sie zum Downloaden. 
 

african century foundation
ana yi africa – Brücken nach Afrika
Nachhaltiges „Angels“-Engagement in Afrika

Nachhaltigkeit ist, wie bereits beschrieben, ein Thema, das uns alle angeht und sich nicht nur auf unser eigenes Lebensumfeld beschränkt. Daher engagieren sich die Management Angels neben dem  CO2-neutralen Wirtschaften auch für weitere Projekte in Ländern, in denen nachhaltiges Handeln bisher noch keine große Bedeutung hat und Förderung von außerhalb notwendig ist. Ein Beispiel für solch ein Land ist Togo, in Afrika. Doch warum gerade Afrika?
 
Thorsten Becker, Gründer und Geschäftsführer der Management Angels, leistet durch seine eigene Stiftung „African Century Foundation“ bereits seit Jahren einen wichtigen Beitrag, Menschen in Afrika friedliche, prosperierende, kulturell reiche und nachhaltige Entwicklungen in Freiheit zu ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit seiner Stiftung mit dem Verein „ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V.“, hat sich das Team der Management Angels inspirieren lassen, sich einem der Projekte zu widmen, das den Lebensstandard von Menschen in Afrika nachhaltig verbessern soll und ihnen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine bessere Zukunft ermöglicht.
 
Ziel des Vereins ist es, die Grenzen zwischen Deutschland und Afrika abzubauen und einen Austausch beider Kulturen zu fördern, so dass jeder vom anderen lernen kann. Den Menschen in Afrika  wird aufgezeigt, eigenverantwortlich zu handeln und sich langfristig selbst zu versorgen. Denn nur so kann der Weg aus der Armut erfolgen und eine lebenswertere Zukunft geschaffen werden.

Ganz dem Ursprungsgedanken der Nachhaltigkeit folgend, haben wir das Projekt „Jeder Baum zählt“ von „ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V.“  unterstützt, um die Aufforstung in Togo voranzutreiben. Mit unserer Spende von 10.000 Jungpflanzen haben wir dazu beigetragen, fruchttragende Bäume in Afrika zu pflanzen. Das Besondere an dieser Aktion ist, dass man den Menschen die Verantwortung überträgt, denn sie pflanzen die Bäume selbst an und kümmern sich auch um die weitere Pflege. Somit liegt die gesamte Verantwortung für die Bäume und die Aufforstung allein in den Händen der Bewohner. Sie lernen, wie wichtig es ist, nachhaltig etwas für sich selbst und seine Familie zu schaffen. Die eingepflanzten Jungpflanzen weisen dabei einen hohen Nutzen aus verschiedenen Gründen auf, denn neben den fruchttragenden Bäumen, die zudem eine schattenspendende Wirkung haben, werden auch Bäume gepflanzt, die die medizinische Versorgung verbessern. Diese ist in weiten Teilen des Landes nicht vorhanden und soll mit Hilfe der Bäume gefördert werden, in dem Medikamente aus der Rinde der Bäume hergestellt werden.
 
Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Flora und Fauna angetrieben und somit nachhaltig fruchtbares Land geschaffen wird.  Frau Eggers, Vereinsgründerin und 1. Vorsitzende von „ana yi africa“ weiß, „dass da wo Bäume sind, keine Armut herrscht“, denn nur wenn man der Natur wieder  freien Lauf lässt, profitiert man langfristig gesehen davon und ist reich an natürlichen Ressourcen. Den Menschen wird somit die Chance geboten, eigenverantwortlich für ihre Zukunft und nachfolgende Generationen zu wirtschaften und damit auch den Wert der Natur wieder schätzen zu lernen.
 
Doch nicht nur durch dieses Projekt zeichnet sich die Arbeit von „ana yi africa“ aus. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 durch die Schwestern Heike Eggers und Anke Angelike, konnte der Verein durch viele Projekte den Menschen in Togo, einen besseren Lebensstandard ermöglichen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit bieten, selbstständig für sich und ihre Gemeinde zu arbeiten.
 
Ursprung für die Arbeit, unter anderem mit einem Projektpartner in Togo, war ein Fundraising direkt vor Ort, das dann nach Deutschland ausgeweitet wurde. Die  Spenden ermöglichten es 100 Kindern  in Afrika zur Schule zu gehen und ihre medizinische Versorgung zu sichern. Der Verein bietet nur da Hilfe an, wo sie auch tatsächlich gebraucht wird und zeigt den Menschen, wie sie zukünftig ohne fremde Hilfe zurechtkommen.
 
Dabei beziehen sie sich stets auf die 8 Millennium Entwicklungsziele, auch Millenium-Development-Goals genannt, die 2000 von den vereinten Nationen mit Hilfe einer Absichtserklärung erstellt worden und das ganze Spektrum der Entwicklungshilfe erfassen. Diese beinhalten zum Beispiel die Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit, die bereits mit dem Projekt „Jeder Baum zählt“ vorangetrieben wurde. Weitere Projekte, wie zum Beispiel der Bau eines Brunnens, der für alle in der Gemeinde zugänglich ist, unterstützen das eigenverantwortliche Handeln gegenüber sich selbst und der Natur.      
 
Wichtig ist hierbei jedoch, dass „ana yi africa“ nicht nur den Grundstein für ein solches Projekt legt, sondern auch langfristig Hilfe anbietet. Der Verein legt bei seiner Arbeit vor allem Wert auf Qualität und integriert diese auch in den Alltag der Menschen. So wird in Seminaren und Schulungen gezeigt, wie die Menschen z.B. den Brunnen selbst reparieren können, um somit auf lange Sicht wirklich unabhängig zu sein. Denn nur wenn die Bevölkerung konsequent in die Projekte integriert wird und  sich zukünftig selbst zurechtfindet, kann ein solches  Projekt zum Erfolg werden und nachhaltig einen ökologischen Nutzen mit sich bringen.
 
Frei nach dem Motto: „Never give up“, soll jedem Individuum gezeigt werden, dass es nicht alleine ist und aus eigener Kraft heraus etwas erreichen kann. Unterstützung erhalten die Menschen dabei von der „African Social Business Pure e.G.“ und der „Kopeme Group“ durch die Mikrofinanzierung, bei der die Menschen Hilfe bei der Existenzgründung erhalten und für sich und ihre Familien die Zukunft sichern können.
 
Ausgangspunkt für die Mikrofinanzierung ist, dass jedem das Recht eingeräumt wird, einen Minikredit, ohne Zinszahlung, in Höhe von maximal 150€ zu erhalten und dieses Geld in die eigene Zukunft zu investieren. Dabei nutzen die Afrikaner dieses Geld vor allem, um sich eine eigene Existenz in Form eines Geschäftes aufzubauen. So erhalten auch Frauen die Möglichkeit z.B. eine Wäscherei oder ein Nähzentrum zu eröffnen und sich selbstständig zu machen. Dies hat einen positiven Effekt auf die Gleichberechtigung und eine stärkere Beteiligung der Frauen in Afrika, was damit ein weiteres Entwicklungsziel der vereinten Nationen tatkräftig unterstützt.
 
Aktuell ist „ana yi africa“ besonders stolz darauf, dass unter ihren Projektpartnern auch deutsche Schulen sind, die sich an Projekten beteiligen. So haben die Roncallischule in Neubeckum und das Emil-Krause-Gymnasium in Hamburg ein Projekt für Afrika begleitet und wurden mit einer Urkunde vom Bundepräsidenten höchstpersönlich im Schloss Bellevue ausgezeichnet. „Wenn es sogar eine kleine Schule schafft, so viel für die Umwelt und die Menschen zu tun, dann sollten das alle anderen auch schaffen“, sagt Frau Eggers und freut sich über die große Unterstützung, die sie bisher erhalten hat. Vielleicht auch eine Anregung Ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu steigern?

Wenn dieser Artikel Ihr Interesse geweckt hat und Sie noch weitere Informationen über „ana yi africa – Brücken nach Afrika

aimp
Einladung zum neunten Münchner Forum Interim Management (FIM®)
Donnerstag, 12. Juli 2012, 18.30 Uhr im Löwenbräu

Wir möchten Sie im Namen des AIMP ganz herzlich zu unserem neunten Münchner Forum Interim Management (FIM®) einladen, das am Donnerstag, 12. Juli 2012, um 18.30 Uhr im Löwenbräu (Dachauerstube), in der Nymphenburger Str. 2 in München stattfindet.

In diesem Jahr werden wir uns dem Thema „Interim im Alpenland: Chancen für deutsche Interim Professionals in Austria und Helvetia?“ widmen. 

Weitere Informationen zu den Themen, Referenten und zur Anmeldemöglichkeit finden Sie auf den Seiten des AIMP.
 
Treffen Sie in München auch unseren Senior Consultant Kai Reddig.
 
Wir freuen uns auf einen interessanten Erfahrungsaustausch mit Ihnen.
 

Autor:
Management Angels Forum
Management Angels Forum in Hamburg
Vorstellung der aktuellen AIMP-Providerumfrage

Am vergangenen Donnerstag, den 14.06.2012 fand in den Räumen der Management Angels das zweite Hamburger Forum für Interim Manager statt. Thorsten Becker präsentierte die Ergebnisse der aktuellen AIMP Providerumfrage und es kam zu sehr interessanten Diskussionsrunden.

Im Anschluss daran tauschte man sich in geselliger Runde zu vielen Themen rund um das Interim Management und die aktuellen Entwicklungen in der Branche aus. Einige Eindrücke unseres Manager-Events haben wir für Sie in unserer Bilder-Galerie festgehalten.

Wir informieren Sie rechtzeitig über unsere weiteren Foren in Frankfurt und Hamburg und freuen uns auf Ihr Kommen.

Autor:

Redaktion 

Herausgeber der News&Views: Management Angels GmbH
Redaktionsleitung: Christiane Fuhrmann, V.i.S.d.P.: Thorsten Becker
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Bernhard-Nocht-Str. 113, 20359 Hamburg
Schillerstr. 14, 60313 Frankfurt am Main

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