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Der beste Fussball!!

11.02.2008

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Kategorie: Trends der Arbeitswelt

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Von: Erdwig Holste

Der beste Fussball!!

Was ist das Erfolgsrezept der großen europäischen Fussball-Clubs (abgesehen von ihren stetig steigenden finanziellen Mitteln)? Hat sich der Fussball in den letzten Jahren verändert? Wenn ja, wie?
 
Ohne der Illusion von der einen, allgemeingültigen Antwort das Wort reden zu wollen, es gibt eine Auffälligkeit, die sich wie ein roter Faden durch die personelle Aufstellung erfolgreicher Teams zieht.
 
Es scheint eindeutig, dass die Rolle des unangefochtenen Team-Regisseur-Leaders, der das Spiel seiner Mannschaft hierarchisch durchorganisiert und ohne Widerspruch lenkt, zunehmend unbesetzt bleibt. Heutige Teams haben ihre festen Positionszuweisungen oftmals aufgehoben, agieren mit flexibilisierten Raumaufteilungen. Konsequentes Kurzpassspiel  beschleunigt idealerweise den Spielfluss und damit das gesamte Spiel.
 
Was bedeutet dies für moderne Mannschaften? Am Beispiel von Werder Bremen sieht man, worauf es dieser Tage ankommen könnte und zwar unabhängig von der finanziellen Entgrenzung des Personal-Budgets. Thomas Schaaf, Trainer der Grün-Weissen erläuterte vor wenigen Tagen in einem Interview mit der SZ, von "der Meistermannschaft 2004 sind nur noch Baumann, Borowski und Klasnic dabei. Es sind immer wieder Neue da." Veränderung ist Programm und dies bei kontinuierlich guten Ergebnissen.
 
Viele Fußball-Mannschaften in Deutschland sind zu wechselnden Projekt-Einheiten geworden, die durch einige langfristig gebundene Charaktere stabilisiert werden. Es geht darum, sich stetig verändernde Teams effzient zu organisieren. Stärke entsteht durch Ausgewogenheit und Spezialisierung. Folgerichtig schlussfolgert Schaaf, "wir wollen von jedem Spieler das Besondere." So viel fussballerische Individualität kann von gegnerischen Mannschaften nur schwer durch standardisierte Abwehrmethoden konterkariert werden.
 
Interessant zudem, wie Trainer Schaaf seine eigene Karriereplanung skizziert. Für ihn scheint zu gelten, was auch für die Spieler gilt. Erfolge sind die Voraussetzung für die weitere Zusammenarbeit, nicht etwa unbefristete Verträge und realitätsferne Lippenbekenntnisse. "Solange es gut geht (...) und funktioniert, ist es gut. Ich habe keine so lange Lebensplanung (...)."
 
Viele Führungskräfte der deutschen Wirtschaft täten gut daran, sich die innovativen Methoden deutscher Spitzenteams genauer anzusehen. Es wäre nicht das erste Mal, dass dem Fussball eine Lebensweisheit entlockt werden könnte.
 
 

Kommentare (1 bis 2 von 2)

13.02.2008 | von Ein Fussball-Freund

Chapeau!

12.02.2008 | von Hoeneß

Gerade bei Ihnen, verehrter grün-weißer Zeitgenosse, ist doch aber mit Diego eine typische "10" als Team-Regisseur quasi nicht zu ersetzen..., ähnlich auch der kleine Holländer beim HSV und selbst wir können unseren kleinen Napoleon kaum adäquat vertreten!
Auch unser letzter C(o)up resultierte nicht zuletzt auf Grund der überragenden Führungsrolle eines Stefan E.

Es wird m.E. immer und immer wieder Persönlichkeiten geben, die einen "Executive" oder "Premium"-Status besitzen, die das Spiel denken und lenken. Und dennoch geht es halt nicht ohne ein funktionierendes Team, ohne die "Katsche" Schwarzenbeck oder Jan Wouters als typische Gattung der "Wasserträger"...
Häufig wird ja gerade bei den genannten "großen europäischen Fußball-Clubs" das Phänomen zu vieler Häuptlinge beobachtet, die dann gar nicht unbedingt sooo erfolgreich agieren, gemessen an der daraus resultierenden hohen Erwartungshaltung!

Wie im richtigen Leben, so ergo auch im Fußball, ist die richtige Zusammenstellung des Teams entscheidend, nicht zuletzt auch die stete Bereitschaft aller Indianer alles für den Erfolg zu geben.

Dafür ist dann nicht zuletzt auch der jeweils entsprechende Personalchef, sprich: Trainer, zuständig, die Mannschaft zu motivieren, zu fordern und zu fördern.

Zugegeben, Sie haben da sicherlich ein recht souveränes Exemplar an der Weser, der auch authentisch die norddeutschen Tugenden verkörpert, jedoch sind wir auch hier wiederum einen kleinen Schritt weiter, mit der Verpflichtung des innovativen Kaliforniers.


Ihr Uli Hoeneß

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