Manager einzustellen ist ganz schön ruinös!
Das manager magazin ist nicht die taz und in den letzten Jahren nicht gerade für kritische Berichterstattung ihrer Leserschaft (Managern eben) gegenüber aufgefallen. Der Artikel "Mit Hosenträgern und Gürtel" der aktuellen Oktober-Ausgabe ist erstaunlich. Aber wieso Hosenträger, wenn der Gürtel die Hose doch schon hält? Genau, weil viele Manager sich mittlerweile 3 und 4-fache Absicherungen in Ihre Arbeitsverträge schreiben lassen! Da wir ja rein auf Interimsmanagement-Lösungen spezialisiert sind, staunte ich nicht schlecht über das alles, was mittlerweile so in Manager-Festanstellungsverträgen steht! Da gibt es Antrittsprämien (sign-on benefit), Umzugshilfen und Change-of-control-Klauseln (das heißt, das das Manager gehen darf und trotzdem jahrelang noch sein Geld bekommt, nur weil der Gesellschafter gewechselt hat!). Abfindungen können einen riesigen Posten ausmachen, wenn die Zusammenarbeit nach einem Jahr scheitert, der Manager aber einen 5-Jahres-Vertrag hatte und 4 Jahre ohne Leitungserbringung jeden Monat 100% seines Gehaltes weiter bezieht. Übergangsgeld wird anscheinend auch immer beliebter. Hier geht es darum, bei Beendigung der Zusammenarbeit die Lücke zur Rente zu schließen. Mittlerweile wird das Übergangsgeld allerdings schon von Mittvierzigern in Anspruch genommen. Dann folgt natürlich die üppige eigentliche Pension, D&O-Versicherung und anderes. Und das alles, obwohl eh schon Sozialversicherungsbeiträge, Firmenwagen, weitere Versicherungen, Firmenhandy und, und, und durch das Unternehmen finanziert werden. Ich frage mich, wie ein so abgesicherter Manager mit 2 Hosenträgern und 3-fachem Gürtel sich überhaupt noch unternehmerisch bewegen will?? Die Absicherung und das Abkassieren führt zu Lähmung.
Wie anders ist hier der durchschnittliche Interimsmanager! Er kennt keine der oben genannten Benefits. Er ist selbständig und dieses unternehmerische Denken kann er für seinen Kunden nutzen. Er muss auf oben genannte Abscherungsinstrumente und damit verbundene persönliche Optimierungen keine Rücksicht nehmen. Und er ist viel, viel günstiger, als sein Tagessatz vermuten lässt. Die meisten unserer Kunden nehmen kalkulatorisch das vergleichbare Jahresbruttogehalt und teilen es durch 220 Tage, dann kommen sie stolz auf einen niedrigen Tagessatz. Wie falsch! Flexibilitätsvorteile etc. einmal außen vor, Management-Leistungen sind (siehe oben) viel teurer, als sie scheinen. Je nach Konstellation können die Zusatzkosten schnell das eigentliche Gehalt um 100%, wenn nicht 200% steigern! Mit den Kosten des Interimsmanagers hingegen, können sie als Kunden fast auf den Euro klar kalkulieren!


