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"Mindestlohn" für Interimsmanager?

03.12.2007

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Kategorie: Branche Interimsmanagement, Daily Business

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Von: Thorsten Becker

Die weltweit wiederkehrende Mindestlohndebatte ist per "Post" bei uns in Deutschland angekommen. Die Wirtschaftspresse überschlägt sich mit Kommentaren und Meinungen. Im Zentrum steht die Deutsche Post und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf der einen Seite (eine wackelige Koalition!) und die privatwirtschaftlichen Herausforderer (PIN AG, Hermes, TNT...) auf der Anderen. Dazwischen die Bundespolitik...

Bei Interimsmanagern gibt es leider schon lange einen "Mindestlohn". "Mein Tagessatz beträgt 1.000€!" oder "Für weniger als 950€ arbeite ich nicht!" Es soll hier nicht gesagt werden, dass Tagessätze von Interimsmanagern generell niedriger sein müssen. Das ist gar nicht der Punkt. Gute Leistung verlangt nach ihrem Preis.

Tagessätze müssen jedoch flexibel bleiben! Wie auf allen Märkten resultiert der Tagessatz aus Angebot und Nachfrage. Und es liegt ja geradezu in der Natur von Interimsmanagement-Projekten, dass das Angebot relativ starr, die Nachfrage jedoch sehr volatil ist. Die Konsequenz: Der Interimsmanagement-Markt ist pro-zyklisch. Es gibt Situationen, in denen höhere Tagessätze durchgesetzt werden können, manchmal ist dies jedoch nicht möglich. In vertrauensvoller Diskussion sollten Interimsmanager und Interimsmanagement-Provider diskutieren, wo denn der "faire" derzeitige Preispunkt für das in Aussicht stehende Projekt liegt!

Meine Erfahrung nach 7,5 Jahren im Interimsmanagement: Über nichts wird so gerne diskutiert, wie über Tagessätze und Reisekosten. Was ist Ihre Meinung dazu?

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