Rückblick auf das 3. Hamburger Forum Interim Management (FIM)
Der alt-ehrwürdige Anglo-German-Club an der Alster in Hamburg war beim 3. Hamburger Forum Interim Management (FIM) des AIMP voll ausgebucht und bewährte sich einmal mehr als Forum für viele gute Gespräche zwischen Interim Managern, Unternehmensvertretern und Providern. Es bestand die Möglichkeit für Interim Manager, sich untereinander auszutauschen und ihr Netzwerk zu erweitern, außerdem konnten sie einige große Interim Provider kennen lernen oder wieder treffen.
Höhepunkt des FIMs waren die Vorträge zur aktuellen Marktsituation:
- Thorsten Becker von den Management Angels trug Thesen zum Thema „wachsende Relevanz des Projektmanagements“ vor, die einen guten Diskussionseinstieg boten.
- Dr. Matthias Rudowicz, ein erfolgreicher Leiter vieler Projekte im TIMES-Umfeld, forderte Unternehmen und Provider auf, ihre Arbeit zu optimieren. Provider sollten ihre Consultant-Rolle besser ausfüllen, außerdem sollten sie proaktiv Bedarfe erkennen und schneller handeln. Insgesamt sollten die Provider die Schnittstelle zwischen Body Leasing und Management Consultancy bilden. Von Unternehmen verlangte Rudowicz, dass sie ihre Projektstrukturen professionalisieren, um Externe Kräfte schneller und besser einbinden zu können, und dass sie besser mit den Interim Providern zusammenarbeiten.
- Alan Horn von Albemarle aus London, der zum ersten Mal einen Vortrag auf einem FIM hielt, wählte eine globale Perspektive. Er konstatierte einen fundamentalen Wandel in der Wirtschaft und einen damit zusammenhängenden Mangel an qualifizierten Fachkräften. Dieser Mangel könne durch bessere und auf die Wirtschaft fokussierte Bildung deutlich verringert werden. Außerdem sei eine Flexibilisierung der Arbeitsmärkte nötig, an den Beispielen Großbritannien, Niederlande und Deutschland belegte er, dass kurzfristigere Arbeitsverträge zu niedrigerer Arbeitslosigkeit führen.
- Abschließend stellte Dr. Görres von ZMM in seinem Vortrag die These auf, dass ein Interim Manager für eine Firma oftmals billiger sei, als ein fest angestellter Mitarbeiter, selbst wenn letzterer rechnerisch ein deutlich niedrigeres Jahresgehalt hätte.
Nach den vier Vorträgen kam es zu einer rege geführten Diskussion mit den Referenten, bevor der Abend dann bei Wein, Bier und kleinen Häppchen in der Atmosphäre des Anglo-German-Clubs mit vielen Gesprächen und neuen Kontakten langsam ausklingen konnte.


