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To be or not to be ungoogable …

19.11.2007

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Kategorie: Trends der Arbeitswelt

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Von: Anna Ott

Der erste Eindruck zählt. Oft genug wird dieser jedoch durch Google bestimmt und den Suchtreffern, die Menschen im Internet hinterlassen. Wer hat nicht schon seinen Ansprechpartner vor einem Termin im Netz recherchiert, oder sich auf privaten und Firmen-Website ausführlich informiert? Zunehmend werden auch Kaufentscheidungen nicht durch persönliche Gespräche sondern durch intensive Suchen im Internet beeinflusst und dies gilt auch für Dienstleistungen wie Interimsmanagement und Unternehmensberatung.

Haben Sie schon mal von „Internet Profiling“ gehört? Oder von der „Wayback Machine“? Wenn nicht, dann zählen Sie zu den Glücklichen, die noch nicht durch ihre Spuren im Internet bei der Jobsuche beeinträchtigt wurden. Dies geschieht laut einer BDU-Studie allein bei 28% der befragten Personalberatern und –entscheidern regelmäßig bei der Kandidatenauswahl. Und zwar mit zunehmendem Erfolg, denn in Zeiten von Web 2.0 hinterlässt so mancher auf der Suche nach Geschäftskontakten Spuren in Social Networks, Online-Foren, Blogs und anderen z.T. privaten Websiten. Häufig ungefragt und unwiderrufbar. Fälle bei denen suchmaschinen-kompatible, private Details ungefragt publik wurden, wurden selbst aus der Google-Chefetage gemeldet. Ebenso verzweifelte wie erfolglose Versuche Suchmaschine zur Löschung von geschäftsschädigenden Einträgen zu zwingen, gibt es ebenfalls zuhauf.

Betroffen scheint also derzeit jeder zu sein, der auf der Suche nach Festanstellung, Projekt oder Beratungsmandat ungewollt an allzu neugierige Entscheider gelangt. Hysterie oder Hype? Moralisch vertretbar oder verwerflich? Wer heutzutage nicht im Internet auffindbar existiert auch gar nicht?!

Auch wir recherchieren immer mal wieder im Netz nach Interimsmanagern, die sich bei uns bewerben. Und stoßen dabei sowohl auf professionelle XING-Profile als auch auf allzu private Familienbilder vom letzten Strandurlaub. Heutzutage wird in Lebensläufen wir mehr geschönt als noch vor einigen Jahren. Da ist es oft hilfreich berufliche Stationen, ehem. Auftrag- und Arbeitgeber oder Angaben zu Positionen schnell überprüfen zu können. Manchmal entdeckt man aber auch Positives – z.B. gemeinsame Bekannte, was dann wiederum vertrauensbildend sein kann. Gleichzeitig kann man das Internet ja auch zu einem (Marketing-)Vorteil nutzen, indem man nicht gedankenlos Informationen preisgibt, sondern gerade als Freiberufler das Netz zur Eigenwerbung bewusst einsetzt. Und das nicht nur durch die inzwischen zu einem Standard-gewordenen Einträge in einschlägigen Social Networks und durch die eigene geschäftliche Homepage, sondern auch durch professionelle Pressemitteilungen, Newsletter, Artikel in Fachzeitschriften, Vorträge bei Veranstaltungen über die online berichtet wird oder auch Beiträge in Fachforen. Oder man beschränkt sich auf ein Minimum an Online-Informationen, sofern man dort noch nicht allzu präsent ist. Ganz verschwinden aus dem Internet kann man allerdings auch nicht mehr ohne „suspekt“ zu wirken.

Immer gilt jedoch, dass man sich bewusst sein sollte, welche Spuren man im Internet hinterlässt und welche davon man zukünftigen Auftraggebern preisgeben möchte. Dies gilt sowohl in der direkten Akquise als auch für die Zusammenarbeit mit Interimsmanagement-Providern.

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