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Universitäten auf Zeit

15.02.2008

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Kategorie: Trends der Arbeitswelt

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Von: Erdwig Holste

Akademische Karrieren auf Zeit

Dass die deutsche Hochschullandschaft in den letzten Jahren den tiefsten Umformungsprozess der vergangenen Jahrzehnte durchmacht, ist bekannt. Katalysator dieser Umgestaltung ist neben der Politik aber auch eine neue Studenten-Generation, welche die Universitäten vor neue Anforderungen stellen.
 
In einem SZ-Interview kommentierte Attila Pausits von der Donau-Universität Krems,  Hochschulen müssten in Zukunft deutlich unternehmerischer geführt werden. Hiermit ist allerdings keineswegs eine Ausdünnung von Lehre und Forschung auf die kurzfristige Bedürfnisse der Wirtschaft gemeint. Im Gegenteil. Vielmehr geht es darum, die Qualität des wissenschaftlichen und administrativen Personals langfristig zu sichern und zwar auch durch die Einstellung von "Wissenschaftlern auf Zeit."
 
Heutige Studenten gehen ihre akademische Karriere professioneller und zielorientierter an und sehen sich zunehmend als Kunden. Das heißt, Sie wechseln verstärkt von Universität zu Universität, je nachdem welche Themen für sie interessant und beruflich wichtig sind. "Im Moment laufen viele Universitäten noch hinter der Internationalisierung her. Ihnen sind die Konsequenzen des Bologna-Prozesses ebenso wenig bewusst wie die Tatsache, dass sie von der 'One-stop-University' zu einer Lebensabschnittspartnerin werden müssen. Die Wahl haben nämlich die Kunden, also die Studierenden."
 
 

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