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Arbeitswelt
in 2030

Große „Unterdeckungen und Überhänge“ in vielen Berufsprofilen – großer Bedarf in Top und Middle Management

Eines ist sicher, nichts ist spannender als der Arbeitsmarkt. Dies zeigt eine kürzlich vorgestellte Studie der Boston Consulting Group (BCG) im neuen Fachmagazin people&work (2021, Heft 1, „Schöne neue Arbeitswelt? Auf die Führung kommt es an!“)

Kern-Ergebnisse der Studie:
1) „In Berufsgruppen mit einem Arbeitskräfteüberhang wird sich dieser bis 2030 im Basisszenario auf 1,6 Millionen Vollzeitstellen summieren, während es in anderen Berufsgruppen eine Unterdeckung von 3,0 Millionen Stellen gibt.“

2) Der demografische Wandel schlägt zu. Trotz Zuwanderung geht die Anzahl verfügbarer Arbeitskräfte in Deutschland stetig zurück. „Je nach Szenario“ kann dies „im Jahr 2030 zu einer Nettolücke von 0,2-2,5 Millionen Vollzeitarbeitsstellen führen.“

3) Tätigkeitsprofile in der IT (1.074.000) oder mit einem „hohen Anteil persönlicher Interaktion“ nehmen zu. Dazu zählen insbesonderen auch Funktionen im Topmanagement (341.000) und auf der mittleren Managementebene (235.000). Routinetätigkeiten, etwa in der Produktion (539.000), in der Metall- und Kunststoffverarbeitung (142.000), im Sekretariat und Büro (70.000) oder in der Sachbearbeitung (65.000), fallen hingegen weg.

Gelingen kann diese „große Transformation“ nur durch eine Kultur des lebenslangen Lernens, gezielte Umschulungen und Weiterbildungen, eine strategische Personalplanung und eine motivierende Führungskultur.

Ebenso wichtig, so möchte ich hinzufügen, ist aber auch die konsequente Öffnung erstarrter Organisationen. Eine nachhaltige Flexibilisierung, nach innen wie nach außen, multipliziert die Gestaltungsmöglichkeit und Leistungsfähigkeit einer Organisation. Wer gezielt interne/externe Interim oder Projekt Manager zur Hilfe dazuholt, um schwierige Aufgaben zu lösen, kann in der Regel schneller, zielorientierter und bessere Ergebnisse realisieren. Nicht jede Expertise muss für ein einzelnes Projekt selbst aufwendig intern aufgebaut werden. Oft ist es ein echter „Eye-Opener“, einem festgefahrenen Projekt den unverstellten Blick eines externen Sparrings-Partners zuzumuten.

Echte Bindung an ein Unternehmen ist keine Frage der Vertragsform oder der Vertragslaufzeit. Echte Wertschätzung (1), ein gutes Verhältnis zwischen den Projektbeteiligten (2) und interessante Arbeitsinhalte (3) sind laut oben zitierter BCG-Studie die Top-3 Jobpräferenzen von Beschäftigten in Deutschland. Dies gilt für festangestellte Führungskräfte vermutlich in gleicher Weise wie für selbständige Interim Manager.

Nicht immer sind Interim Manager die beste Option, aber in vielen Situationen sind sie unverzichtbar. Tendenz steigend. Wie sehen Sie den Arbeitsmarkt in 2030? Schreiben Sie uns.

Links:

LinkedIN: https://www.linkedin.com/posts/erdwig-holste-93864a63_interim-interimmanagement-interimmanager-activity-6858354327514353664-pm5A

People&Work: https://peopleandwork.online/