Home > 100% CO2-neutral - Die Klimaschutz-Strategie der Management Angels
Strategie Management Angels

Liebe Leser,

haben Sie sich schon einmal mit dem Thema Klimaneutralität beschäftigt? Wissen Sie, wo Sie aktuell – als Unternehmen oder auch persönlich – hinsichtlich Ihrer eigenen CO2-Bilanz stehen? Was könnte ein intelligentes Ziel für Ihr Unternehmen sein? Und wie sieht der Weg dahin aus?

Die Management Angels haben sich seit drei Geschäftsjahren freiwillig dazu verpflichtet, zu 100% CO2-neutral zu wirtschaften. Als Beratungsunternehmen für Interim Management sind wir in diesem Thema Branchenpionier in Deutschland. Dabei sind die Aufwendungen gar nicht so groß. Zusammen mit unserem spezialisierten Dienstleister Climate Partner setzen wir jedes Jahr einen Klimabericht auf, ermitteln so unsere CO2-Emissionen innerhalb unserer definierten Systemgrenzen und neutralisieren unsere Umweltbelastungen durch den Erwerb von anerkannten Klimazertifikaten.

Die Kosten? Ein international anerkanntes Zertifikat für eine Tonne CO2-Äquivalent liegt ca. bei 12 bis 25 EUR. Die Neutralisierung der rund 50 t CO2-Emissionen der Management Angels durch den Erwerb von Klima-Zertifikaten liegt für ein laufendes Geschäftsjahr bei deutlich unter 0,1% unseres Umsatzes. Sind die eigenen Hausaufgaben (internes Klima-Controlling + Abstimmung mit Dienstleister) gemacht, ist der Prozess der Neutralisierung verhältnismäßig einfach.

Warum wir das machen? Alle Kollegen im Team eint das Ziel, die eigenen Leistungen jeden Tag weiter zu steigern, erprobte Prozesse kontinuierlich weiter zu schärfen, noch kundenorientierter, noch nachhaltiger, noch maßgeschneiderter anspruchsvolle Interim Mandate zu besetzen und zu begleiten. Wir sehen uns als innovativen und dynamischen Partner unserer Kunden. Dabei ist es ein Kernelement, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg langfristig und verantwortungsbewusst aufgestellt zu sein. Gestern, heute und morgen – komme was wolle.

Werfen Sie einen Blick in unseren druckfrischen Klimabericht und informieren Sie sich über unsere Nachhaltigkeitsstrategie „More than neutral.“ Darüber hinaus stellen wir Ihnen unseren neuen Kollegen und Senior Consultant Kai Reddig vor, unsere Mitgliedschaft im Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) und geben ein Blitzlicht zu unserem letzten „Management Panel – The Red Couch.“

Wie immer freuen wir uns auf Ihre Rückmeldungen und Anmerkungen.

Anregende Lektüre! 

Ihre Management Angels

Management Angels 2011
Klimabericht der Management Angels 2011
Seit drei Jahren Branchenpionier im Bereich CO2-Neutralität

Das Statistische Bundesamt präsentierte für das Jahr 2009 eine Auflistung der CO2-Emissionen für jeden einzelnen Bundesbürger. Diese beliefen sich auf etwa 7,5 Tonnen je Einwohner. Zusammengenommen belasteten die privaten Haushalte in Deutschland die Umwelt mit 618 Mio. Tonnen direkten und indirekten CO2-Emissionen. Die 7,5 Tonnen pro Kopf teilen sich auf in rund 2,6 Tonnen durch direkte Emissionen (Heizen, Autofahren etc.) und etwa 4,9 Tonnen durch indirekte Emissionen (bspw. Emissionen durch Herstellung gekaufter Waren).

Die Management Angels haben sich bereits seit 2008 mit dem Thema einer freiwilligen CO2-Neutralität beschäftigt. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie „More than neutral“ (siehe unten) ist eine umweltschonende Wirtschaftsweise Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses. Der CO2-Neutralität haben wir langfristig eine eigenständige Kostenstelle zugewiesen, völlig unabhängig von anderen Budgets.

Die absoluten Werte unseres Klimaberichts (Klimabericht S. 6, für Sie zum freien Download):
- Gesamt-Emissionen: 42,6 Tonnen für das Geschäftsjahr 2010
- Differenzierung Emissionsbilanz, unsere wichtigsten CO2-Quellen: 47% Geschäftsreisen, 22% Anfahrt Mitarbeiter, 16% Geschäftsessen, 10% Fernwärme/Strom
- Differenzierung Geschäftsreisen: ca. je 1/3 für Flüge, Bahn, PKW-Nutzung, wobei die zurückgelegten Flugstrecken im Vergleich zu den Bahnfahrten eine deutlich schlechtere Klimabilanz aufweisen

Um die Ergebnisse bewertbar zu machen, haben wir zusammen mit Climate Partner einen einfachen Maßstab zur Bewertung der CO2-Bilanzen aufgesetzt. Als wachsendes Unternehmen wollen wir
- Realistische Einsparpotenziale sichtbar machen und diese nutzen
- Weiteres Wachstum möglichst effizient gestalten. D.h. ein Wachstum des Umsatzes soll nicht mit einer proportionalen Erhöhung der CO2-Emissionen einhergehen. Anstatt den Fokus auf die absoluten Werte der CO2-Emissionen zu legen, stehen für uns vielmehr die relativen Werte (CO2 in kg/Umsatz in TEUR) im Vordergrund

Jahresvergleich der Management Angels:
In diesem Kontext haben wir uns im Jahr 2010 (Kennzahl 5,13: 42,6t/8.26 Mio. EUR Umsatz) gegenüber 2009 (Kennzahl 5,53: 42,55t/7.7 Mio. EUR Umsatz) trotz leichter absoluter Erhöhung der Treibhausgasbilanz um 7,2% verbessert. Im Vergleich zum Jahr 2008 (Kennzahl 3,95: 38.66t/9.8 Mio. EUR Umsatz) liegen wir aber um 23% zurück. Fazit: Die Management Angels haben einen „Sockelbetrag“ von rund 40 Tonnen CO2 pro Jahr. Eine Erhöhung des Umsatzes ist uns damit möglich, ohne signifikant die CO2-Bilanz im gleichen Maße zu belasten.

Die Neutralisierung unserer CO2-Emissionen erfolgt über den Erwerb von Klimazertifikaten an einem Windprojekt in Neukaledonien (Australien/Ozeanien). Die Windparks Prony und Kafeate sind das erste Projekt in dieser Region, dass den Gold Standard zur Reduzierung von Treibhausgasen erfüllt. Dadurch wird sichergestellt, das neben den positiven Effekten für den Klimaschutz auch soziale und wirtschaftliche Fortschritte in der Region erzielt werden können, wie z.B. die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder die Vermeidung weiterer Umweltgifte.
 

Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsstrategie: "More than neutral."
Werteverpflichtet, ressourcenneutral, engagiert

Corporate Social Responsibility, kurz CSR, wird meistens mit „verantwortlichem unternehmerischem Handeln“ übersetzt, damit ist man aber von einer eindeutigen Definition weit entfernt (siehe Versionsgeschichte auf Wikipedia). Die Europäische Kommission definiert CSR wie folgt: „Soziale Verantwortung der Unternehmen ist ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, um auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in ihre Unternehmenstätigkeit und ihre Beziehungen zu den Stakeholdern zu integrieren." Dabei wird die soziale Verantwortung von Unternehmen, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen (Compliance) hinausgeht, als Teil der Europa 2020 Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum gesehen.

Die Fachzeitschrift „Forum nachhaltig Wirtschaften“ hat diese und weitere Fragen im Rahmen einer Umfrage 80 deutschen Unternehmen gestellt und die Ergebnisse in der diesjährigen Januar-Ausgabe veröffentlicht. Demnach arbeiten 56,3 Prozent der befragten Unternehmen mit einer langfristig angelegten CSR-Strategie. Aber der Schein trügt, denn „50 Prozent und mehr der deutschen Unternehmer betreiben CSR aus Imagegründen, das ohne faktisches Handeln untermauert ist.“ Eine problematische Verquickung, die immer wieder auch als „greenwashing“ beschrieben wird.

Die Management Angels verfolgen das Thema CSR seit 2007 mit der Strategie „More than neutral.“ Im Rahmen dieser Strategie haben wir alle Unternehmensprozesse einer grundlegenden Analyse unterzogen und eine Reihe von Initiativen umgesetzt. Heute wissen wir, wo wir stehen, welche Potenziale wir nutzen können und was unsere konkreten Ziele für die nächsten Jahre sind.

Alle Prozesse unterstehen dem Paradigma, langfristigen Nachhaltigkeitskriterien zu genügen. Die Strategie „More than neutral.“ Macht die Eckpfeiler Wachstum, Kerngeschäft, Unternehmenskultur, Klimaschutz und soziales Engagement im laufenden Tagesgeschäft transparent. Nachhaltigkeit heißt für die Management Angels:
- Werteverpflichtet wachsen
- Ressourcenneutral wirtschaften
- Gesellschaftlich engagieren

Auf dieser soliden Grundlage setzen wir uns ambitionierte und nachweisbare Ziele für die Zukunft. Es ist eine spannende Herausforderung für uns, auch in den nächsten Jahren im Bereich Nachhaltigkeit weitere Fortschritte zu erzielen und Erreichtes auf hohem Niveau zu konsolidieren. Dabei ist uns klar, dass wir noch am Anfang stehen und erst ein kleines Stück des Weges zurückgelegt haben. Allen unseren Geschäftspartnern können wir gleichwohl schon heute die Gewissheit geben, dass die Management Angels ein Unternehmen sind, das für sein Handeln aktiv Verantwortung übernimmt und darüber Rechenschaft ablegen kann.

C Level
Interim Management auf dem C-Level
Die Besetzung von Executive Positionen gehört zum Kerngeschäft der Management Angels

Interim Manager sind heute auf allen Führungsebenen sowie in anspruchsvollen Projekten tätig. Die Einsatzbereiche sind in den letzten Jahren vielfältiger geworden und nicht mehr nur auf die Top-Ebene beschränkt. Gleichwohl liegt hier weiterhin der Fokus, auch jener der Management Angels. Der Kern-Pool der Management Angels sowie die Interim Manager in den rund 55 aktuell gleichzeitig laufenden Interim Assignments sind in aller Regel auf den Ebenen 1-3 tätig.

Der Einsatz von Interim Managern in wichtigen Positionen für einen befristeten Zeitraum ist in vielen Branchen längst kein Novum der Unternehmensführung mehr. Vielmehr sind Interim Manager als strategisch genutztes Management-Tool zunehmend in Unternehmen verankert und werden im Bedarfsfall flexibel für spezifische Fragestellungen eingebunden.

Interim Manager der Management Angels verfügen über einen „hochkarätigen Schatz“ an Erfahrung in genau den Funktionen bzw. der Branche, in der sie später platziert werden. In der Regel haben die Manager, die als Interim Manger auf „Chief-Ebene“ eingesetzt werden, in vorangegangenen Festanstellungen Unternehmen oder Sparten eines Unternehmens geleitet, die der Größe der späteren Interim Mandate in nichts nachstehen. Sie kennen also die Gewässer, in denen sie schwimmen, sehr gut und bringen darüber hinaus Wissen und Know-How vergangener Projekte mit.

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Punkt ist der ökonomische Faktor. Der Tagessatz eines Interim-CEOs mag auf den ersten Blick zunächst hoch erscheinen. Auf den zweiten Blick sind die Kosten aber zumeist nicht höher, insbesondere nicht im Vergleich zu einem Festanstellungskandidaten bzw. dem Verzicht auf ein wichtiges Projekt. So fallen z.B. sämtliche variable Anteile, Boni, Lohnnebenkosten, Ausbildungs- und Qualifikationskosten, Urlaubs- oder Krankheitstage, Kosten durch Rekrutierung und Abwerbung, Kosten zur Freistellung (im Falle eines Fehlgriffs), Karriereperspektiven im Unternehmen usw. weg. Abgerechnet wird lediglich der einzelne geleistete Projekttag.

Letztlich ist es natürlich Ziel und auch Anspruch, dass der Mehrwert, den ein Interim Manager durch ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt dem Unternehmen bringt, die Kosten des Tagessatzes um ein Vielfaches übersteigt. Zahlreiche Erfolgsgeschichten, die wir als Management Angels in den letzten 10 Jahren in Form mehrerer hundert Projekte begleitet haben, belegen dies. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne jederzeit bei einem Ihrer Ansprechpartner. 
 

Autor:
Energiewirtschaft
Weitere Verbandsaktivität im Bereich Energiewirtschaft
MA ist Mitglied im Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)

Seit vielen Jahren sind die Management Angels entweder als Unternehmen oder durch einzelne Teammitglieder persönlich in regionalen und überregionalen Organisationen und Verbänden aktiv (siehe MA Mitgliedschaften). Im Vordergrund steht dabei, Kontakte zu pflegen, neu aufzubauen, über aktuelle Entwicklungen am Markt informiert zu sein bzw. diese zu antizipieren. So sind wir etwa Gründungsmitglied im AIMP (Branchenverband der Provider in Deutschland), Mitglied im Ausschuss der Dienstleistungswirtschaft der Handelskammer Hamburg, dem deutsch-französischen Geschäftsleutekreis „Amicale de Hambourg“, der Medieninitiative Hamburg@work, dem Anglo-German Club e.V. oder der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung e.V..

Seit Kurzem sind die Management Angels zudem Mitglied im „Cluster Erneuerbare Energien Hamburg e.V. (EEHH).“ Der EEHH wächst im Umwelthauptstadtjahr 2011 schnell und konnte in diesen Tagen bereits das 100. Mitglied im Förderverein begrüßen. Der Förderverein des Clusters wurde Ende September 2010 mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen gegründet. Ziel der Initiative ist es, die stark wachsende Branche der Erneuerbaren Energien in der Metropolregion Hamburg besser zu vernetzen, um die Unternehmen und Institute bei Wachstum und Innovationen zu unterstützen.

Michael Westhagemann, CEO der Siemens AG Region Hanse und Vorsitzender des Vereins zur Förderung des EEHH, konstatiert: „Wir freuen uns über ein außerordentlich schnelles Wachstum unseres Netzwerkes. Es ist ein Beleg dafür, dass Hamburg ein hochinteressanter Standort für die Erneuerbare Energien ist. Das schnelle Wachstum zeigt auch, dass die Unternehmen vor Ort einen Bedarf an einer Netzwerkstruktur haben. In den kommenden Jahren wollen wir uns dafür einsetzen, dass Hamburg sich noch mehr zum internationalen Topstandort für die Branche der Erneuerbare Energien entwickelt.“

In der Metropolregion Hamburg sind mehrere hundert größere und kleinere Unternehmen und Dienstleister im Sektor der Erneuerbaren Energien tätig. Allein die 25 größten Unternehmen in Hamburg in dieser Branche beschäftigen im Bereich Erneuerbare Energien 3.000 bis 4.000 Mitarbeiter. Die Unternehmen mit Firmenzentrale in Hamburg erwirtschaften im Bereich der erneuerbaren Energien einen geschätzten Umsatz von etwa fünf Milliarden Euro.

Die Management Angels haben in den letzten Jahren eine deutlich wachsende Anzahl an Projektanfragen (Erneuerbare, Kraftwerkstechnik, Versorger, Infrastruktur) und laufenden Mandaten bearbeitet. Vor diesem Hintergrund wurde ein streng qualitätsgesicherter Sub-Pool mit über 300 Energie-Experten aufgebaut. Die Energiewirtschaft zählt zu den acht Kernbranchen der Management Angels, aktuell sind drei Consultants (Erdwig Holste, Klara Sachse und Daniel Müller) stark in diesem Bereich engagiert. Die Mitgliedschaft im EEHH war daher für uns ein naheliegender und folgerichtiger Schritt.

Autor:
Kai Reddig
Neuer Consultant in Hamburg
Verstärkung des Branchen-Teams "Klassische Industrie"

Am 01.03. ist Kai Reddig (erster v.l.) als neuer Senior Consultant am Standort Hamburg gestartet. Kai Reddig wird das Branchen-Team „Klassische Industrie“ weiter verstärken und den laufenden Wachstumsprozess der Management Angels begleiten.

Er absolvierte sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover mit den Schwerpunkten Marketing und Unternehmensführung. Kai Reddig sammelte seine ersten beruflichen Erfahrungen bei einem mittelständischen Unternehmen im Bereich des Investitionsgüter-Marketing (B2B) in der Nähe von Braunschweig, bis er 1991 in den Otto Konzern nach Hamburg wechselte. Dort war er zunächst als Führungskraft viele Jahre in unterschiedlichen Marketing-/Vertriebsaufgaben tätig, bis er im Jahr 2000 in den Logistikbereich des Konzerns wechselte und dort die Verantwortung und Leitung eines Logistikzentrums übernahm. Ende 2008 wechselte Kai Reddig dann in den Bereich HR-Managementberatung, wo er schwerpunktmäßig Unternehmen und Führungskräfte in den Bereichen Veränderungs- und Potentialmanagement beriet.

Wir heißen unseren neuen Kollegen herzlich willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Management Panels
Management Panels - The Red Couch
Rückblick zum Thema: "Agenda 2011. Was Unternehmen in diesem Jahr interessiert".

Ende Februar fand unser erstes „Management Panel – The Red Couch“ im Jahr 2011 statt. Mit rund 50 Kundenvertretern verschiedener Branchen diskutierten auf der Red Couch der Personalmanager Michael Harms und der Restructuring-Experte Roland Kordt mit MA Senior Consultant Daniel Müller. Das Thema: „Agenda 2011. Was Unternehmen in diesem Jahr interessiert.“

Nach der einleitenden Diskussionsrunde auf dem Podium wurden Fragen aus dem Forum aufgenommen, erörtert und schließlich bei FingerFood und einem Glas Wein am Buffet weiter vertieft (siehe Foto-Gallery). Die nächste Kundenveranstaltung „The Red Couch“ findet im Herbst in Hamburg statt und wird von Thorsten Becker moderiert. Wir laden frühzeitig dazu ein.

Im Nachgang zur Kundenveranstaltung war Diskussionsteilnehmer Michael Harms bereit, einige zentrale Thesen noch einmal schriftlich zusammenzufassen und für unseren Newsletter zur Verfügung zu stellen (siehe nachfolgenden Beitrag).

Autor:
Mittelstand
Auch für den Mittelstand gilt: Mehr Aufwand für die besten Köpfe!
Kreatives Talentmanagement zunehmend gefragt

Zum Autor: Der Diplom-Betriebswirt Michael Harms ist ein erfahrener Personalmanager mit über elf Jahren Berufserfahrung, insbesondere im Bereich Restrukturierung, Sanierung und internationalem HR Management. Seit fünf Jahren ist er selbständig als Interim Manager mit erfolgreichen Projekten im Mittelstand sowie im Konzernumfeld – national und international – tätig. Hr. Harms, seit 2008 Mitglied im Manager Kern-Pool der Management Angels, ist aktuell bei einem unserer Kunden in einem laufenden Mandat.

[Michael Harms] Auch für den Mittelstand gilt: Mehr Aufwand für die besten Köpfe! Kreatives Talentmanagement zunehmend gefragt

Die demografische Entwicklung in Deutschland macht auch vor den Toren der Unternehmen nicht Halt. Schon jetzt ist klar, dass die sinkende Bevölkerungszahl bereits in absehbarer Zukunft zu einem Mangel an qualifizierten Fachkräften und Nachwuchsführungskräften führen wird. Dies gilt nicht nur für Großunternehmen, sondern auch besonders für kleine und mittelständische Betriebe. Neue Strategien der Personalplanung stehen deshalb ganz besonders im Fokus. Es gilt nicht nur, talentierten Nachwuchs zu entdecken und zu fördern. Auch Mitarbeiter mit besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen müssen zukünftig stärker an das Unternehmen gebunden werden.

Fachkräfte händeringend gesucht

Schon heute bedroht der Fach- und Führungskräftemangel die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen. Eine Mittelstandsstudie der DZ-Bank zeigt auf, dass jeder dritte kleinere Betrieb offene Stellen nicht besetzen kann, weil es an Fachkräften fehlt. Besonders groß ist die Personalnot in der Elektroindustrie und Metallbranche. Noch deutlicher zeigt sich der Personalengpass bei Ingenieuren. Laut VDI sind mehr als 22.000 Ingenieursstellen vakant. Auch die großen Konzerne sind betroffen. Die 30 DAX-Unternehmen versuchen in händeringend offene Positionen zu besetzen.

Der so genannte „War for Talents“ hat schon längst begonnen und wird sich über die kommenden Jahre zuspitzen. Konzerne konkurrieren international um die besten Köpfe. Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die sich gegen meist zugkräftige Markenimages der Konzerne durchsetzen müssen, ist dies eine große Herausforderung.

Kampf mit harten Bandagen und spektakulären Events

Das Personalmanagement vergangener Zeiten kann man getrost vergessen. Längst tummeln sich zum Beispiel die Recruiting-Profis und Talent-Scouts von Unternehmen ganzjährig auf Informations- und Universitätsveranstaltungen oder Rekrutierungsmessen. Nicht mehr unüblich ist im Hochschulbereich die Vergabe von Diplomarbeiten oder gar die komplette Finanzierung des Studiums. Hochschulabsolventen legen dabei für ihre Berufsentscheidung heute auch zunehmend andere Kriterien zugrunde. Nicht mehr nur das Gehalt ist entscheidend. Gesucht werden u.a. neue Herausforderungen, Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zur Selbständigkeit. Karriere-Programme, ungewöhnliche Unternehmenskultur, ein attraktiver Standort oder flexible Arbeitszeitmodelle zählen ebenso dazu. Verantwortung und leistungsbezogene Bezahlung sind mehr gefragt als ein „ruhiges“ Büro.

Manchmal sollen spektakuläre Events im Wettstreit um gutes Personal helfen. So lud zum Beispiel Bosch angehende Ingenieure zur Deutschen Tourenwagenmeisterschaft ein, bei der Commerzbank konnten ausgewählte Studenten zusammen mit Vorstandsmitgliedern über den Rhein fahren, KPMG flog mit ausgesuchten Studenten sogar bis Shanghai. Aber auch hier ist klar, dass dies nur Einzelmaßnahmen sind, die wenig helfen.

Der Mittelstand muss mehr tun

„Unternehmen, die sich beim Bewerber bewerben müssen“, diese Tatsache ist für viele Personaler gerade in kleineren und mittleren Unternehmen etwas, woran man sich noch gewöhnen muss. Man kennt die Probleme, weiß aber nicht ganz genau damit umzugehen, bzw. Lösungen zu finden.

Viele Betriebe konzentrieren sich zunächst auf den vorhandenen Mitarbeiterstamm, hier vor allem auf die älteren Fachkräfte im Unternehmen. So werden beispielsweise die individuelle Gesundheitsförderung sowie die altersgerechte Gesundheitsvorsorge groß geschrieben. Auch Förder- und Weiterbildungsmaßnahmen, die sich direkt an ältere Arbeitnehmer richten, sind ganz vorne zu finden. An der Spitze der Angebote, die ältere Fachkräfte binden sollen, steht jedoch die Altersteilzeit. Generell entdecken die Unternehmen in diesem Zusammenhang auch mehr und mehr die klassischen Tugenden älterer Mitarbeiter. Erfahrung, Loyalität und systematischer Wissenstransfer stehen dabei im Vordergrund.

Vorrangig wichtig im Kampf um die besten Köpfe ist Personalmarketing mit Ideen. Wo Konzerne mit großen HR-Abteilungen wuchern, können sich kleine und mittlere Unternehmen durchaus dem gezielten Wissen und der Erfahrung von freien HR-Spezialisten bedienen. Viele Interim Manager und Unternehmensberater können nicht nur hochqualifizierte Fachkräfte für die Betriebe gewinnen, sondern helfen auch bei Maßnahmen, diese Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden.

Je nach Branche und Unternehmensgröße können solche Maßnahmen individuell unterschiedlich ausfallen. Wo internationale Einsatzmöglichkeiten fehlen, helfen vielleicht neue Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle. Auch Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Vordergrund stellen oder Maßnahmen, die das Miteinander fördern – wie Mitarbeitergespräche – sind gefragt. Daneben sind Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen heute gewissermaßen Standard. Nicht zuletzt sollten Unternehmen auch einmal auf ihre Internetseiten schauen. Nur wenigen Unternehmen gelingt es, sich im Netz glaubhaft und überzeugend darzustellen.

Die Zukunft sichern

Gelöst werden muss von den Betrieben auch die Frage wie das Unternehmen für Mitarbeiter attraktiv bleibt oder wie sich Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren können. Unter dem Strich bleibt die Aussage, dass Mitarbeiter für jedes Unternehmen die wichtigste, wertvollste und im Informationszeitalter zugleich knappste Ressource darstellen. Fakt dabei ist: Wer jetzt nichts tut, gewinnt auch nichts für die Zukunft.

See you soon
Die kommenden Branchenveranstaltungen

Auch in diesem Jahr werden die Management Angels eine Vielzahl von Veranstaltungen organisieren oder mit unterstützen. Dazu zählen unsere „Management Panels – The Red Couch“ für unsere Kunden, die „Management Angels Foren“ in Hamburg und Frankfurt sowie bundesweites Lunches für unsere Interim Manager, Veranstaltungen mit Verbänden und Organisationen sowie exklusive Sonderveranstaltungen. Wir kommen dazu gesondert mit personalisierten Einladungen auf Sie zu. See you soon!

Besonders hinweisen möchten wir auf die nächsten AIMP-Veranstaltungen am 14.04. in München (Regional-Forum Interim Management) und am 20./21.05. im Rheingau (AIMP-Jahresforum). Alle relevanten Informationen (Programm, Anmeldung etc.) entnehmen Sie bitte den Seiten des AIMP.

Redaktion 

Herausgeber der News&Views: Management Angels GmbH
Redaktionsleitung: Christiane Fuhrmann, V.i.S.d.P.: Thorsten Becker
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redaktion@managementangels.com
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