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Effektives Projektmanagement

Liebe Leser,

Interimsmanagement wird immer stärker als innovative und zukunftsweisende Personal-Ressource wahrgenommen und zielgenau nachgefragt. Das Center for Leading Innovation and Cooperation (CLIC) bringt dieser Tage in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Reiseführer mit dem Titel heraus: "Innovative Dienstleistungen auf dem Weg zu Weltspitze."

Die Management Angels GmbH wurde von einer hochkarätig besetzten Jury in den Reiseführer aufgenommen und mit einem Kurzportrait neben anderen innovativen Unternehmen (vom Start-Up bis zum Konzern) berücksichtigt. Die Aufnahme bestätigt uns in dem Anspruch, zu den innovativsten Providern für Interimsmanagement in Deutschland zu gehören. Wir versenden gern auf Nachfrage ein kostenloses Exemplar des Innovations-Reiseführers, solange der Vorrat reicht.

Titel des Newsletters im Monat Mai ist „Effektives Projektmanagement.“ Für viele Interims- und Projektmanager ist das Thema Teil Ihres Kerngeschäftes. Auf der anderen Seite wird so mancher Auftraggeber in der Nachbetrachtung eines abgeschlossenen Projektes um einige Erfahrungen reicher geworden sein – und leider nicht immer um ausschließlich positive.

Wie lässt sich das verbessern? Aus Sicht von Management Angels beginnt jedes Projekt bereits mit der Klärung der Projektanfrage, die zusammen mit dem Kunden in einem ausführlichen Briefing erfolgt und im weiteren Verlauf anhand anonymisierter Profile sukzessive konkretisiert wird. Kunde und Projektmanager profitieren hier von der professionellen Vorgehensweise eines erfahrenen Providers. Effektives Projektmanagement lässt sich an Ergebnissen messen.

In der vorliegenden Newsletter-Ausgabe werden ein Blick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich Projektmanagement geworfen, ein idealtypischer Projektstart aus Providersicht skizziert sowie weiterführende Aspekte aus Theorie und Praxis in einem Interview mit dem erfahrenen Manager Dr. Matthias Rudowicz aufzeigt.

Wir wünschen Ihnen wie immer anregende Lektüre und bedanken uns schon jetzt für Ihre Kommentare im Branchen-BLOG Interimsmanagement.

Ihre Management Angels

Trend Projektmanagement
Trends im Projektmanagement
Beobachtungen aus dem Team von Management Angels

Projektmanagementkompetenzen im Bedarfsfall „on time“ vorzuhalten, ist für viele Unternehmen ein zentraler Wettbewerbsvorteil. In den letzten Jahren wurden im Team von Management Angels eine Reihe interessanter Entwicklungen beobachtet. Folgende 10 Stichpunkte stellen einen pointierten Auszug dar:

1. Das projektorientierte Unternehmen
Unter dem Leitbegriff der „Netzwerk-Ökonomie“ werden u.a. Organisationskonzepte subsummiert, die neben der klassischen Fach- und Führungslaufbahn zunehmend einen dritten Karriereweg für Mitarbeiter etablieren: die projektbezogene Laufbahn.
Die strategische Einbindung von Projektmanagern in Unternehmen verändert sich daher quantitativ, d.h. es werden insgesamt mehr Projektmanager eingesetzt, sowie qualitativ, d.h. für die nächsten Jahre werden die Ansprüche an die Qualität erzielter Projektergebnisse weiter steigen.

2. Evolutionäres Projektmanagement
Verändern sich die Rahmenbedingungen eines Projektes, muss das Setting redefiniert werden. Ziele und Planungen eines Projektes werden neuen Risikosituationen, einem veränderten Projektumfeld oder den Belangen einer Stakeholdergruppe angepasst. Diese Anpassungsprozesse laufen parallel zum Projekt und müssen gewissermaßen evolutionär berücksichtigt werden. Das evolutionäre Projektmanagement zieht ein verändertes Methodenspektrum nach.

3. Wissensmanagement
Wie kann Wissen optimal in Unternehmen gehalten, in Wert gesetzt und weiterentwickelt werden? Wie können tragfähige Kommunikationsformen für ein jeweiliges Projekt eingebunden werden? Projektinformationen müssen verfügbar gemacht, die Lernleistungen gesteigert werden – kurz- und langfristig.

4. Reifegradmodelle und Benchmarking-Instrumente
Controllinginstrumente im Projektmanagement für Unternehmen sind bereits hoch entwickelt und werden immer häufiger genutzt. Neu ist, dass das Projektmanagement-Reporting immer enger mit der strategischen Unternehmensplanung verbunden wird. Folge: Programm-Management-, Multi-Projektmanagement- sowie Balanced-Scorecard-Konzepte finden Anwendung auf Projektmanagement-Themen.

5. Soziale Kompetenzen
Ein Projektleiter muss die spezifische Kultur eines Unternehmens lesen, verstehen und „benutzen“ können. Zusätzlich müssen die im Projekt involvierten Mitarbeiter in der Projektplanung und Steuerung berücksichtigt werden. Soziale Kompetenzen und ein gut ausgeprägtes Sensorium für die ungeschriebenen DOs und DONTs in einem Unternehmen sind unerlässlich und werden immer wichtiger.

6. Internationale Dimension
Gleichwohl Interims- und Projektmanagement-Aufgaben in der Regel mit Managern besetzt werden, die aus dem Land stammen, in dem das Projekt abgewickelt werden soll, weisen die Aufgaben zunehmend internationale Bezüge auf. Länderübergreifende, interkulturelle Projekte erfordern die Zusammenarbeit von Experten verschiedener Sprachen und Kulturen. Die Relevanz von internationalen Standards wird daher weiter zunehmen.

7. Interdisziplinäre Anforderungen
Integrierte Systemlösungen sind zunehmend fachübergreifend und damit interdisziplinär angelegt. Die Implementierung eines neuen IT-Systems ist bis zu einem gewissen Grad auch ein Change-Management-Projekt. Größere Projekte implizieren eine Weiterentwicklung der Unternehmensorganisation über verschiedene Fachressorts hinweg.

8. Administrative Professionalisierung
Projekt-Offices werden als Koordinations- und Unterstützungsinstanz eingerichtet. Als zentrale Anlaufstelle kann ein Projekt-Office-Team alle Aktivitäten in einem Projekt begleiten.

9. Qualifizierung und Wissenschaft
Projektmanagement-Qualifizierungen für Mitarbeiter werden in die Personalentwicklung aufgenommen, Ausbildungsangebote werden höherwertiger und Projekte durch Coaches und Berater flankiert. Projektmanagement-Qualifizierungen werden profilstärker und branchenspezifischer.
Projektmanagement findet noch intensiveren Anklang in Wissenschaft und Forschung. Die Zahl deutscher und internationaler Universitäten steigt, die eigene Studiengänge oder Zusatzqualifikationen im Projektmanagement anbieten.

10. Zertifizierungen
Zertifizierungen im Bereich Projektmanagement verzeichnen seit den 1990er Jahren deutliche Zuwachsraten. Die Anzahl an Ausbildungsinstitutionen, die Projektmanagement-Zertifikate anbieten, wird weiter steigen. Die Bedeutung von Zertifikaten wird voraussichtlich weiter steigen.

Dr. Matthias Rudowicz
Interview mit Dr. Matthias Rudowicz
„Projektmanagement ist ein Handwerk und keine Kunstform“

Dr. Matthias Rudowicz ist seit Anfang 2000 als selbständiger Interim Manager mit der Firma Interlog-Consulting am Markt tätig. Er verfügt über eine breite operative Erfahrung in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Einkauf, vor allem in den Branchen Telekommu nika tions- und Informations technologie. Während seiner mehrjährigen Verantwortung für Strategie und Business Development eines großen Telekommunikationsunternehmens sorgte er in direktem Auftrag des Vorstands für die nach haltige Verbesserung des Betriebsergebnisses.
Dr. Rudowicz unterstützt derzeit einen Bereich der Deutschen Telekom AG bei der Ausgestaltung des Projektgeschäftes. In den nächsten Monaten wird er zudem eine Fachpublikation zum Thema „Strategien schneller umsetzen“ - Ein praxisorientierter Ansatz zur Optimierung der Strategieumsetzung veröffentlichen.
Die Mitgliedschaft zum Management Angels Pool besteht seit 2005.

Management Angels: Herr Rudowicz, das MA-Newsletter-Thema für den Monat Mai lautet Projektmanagement. Können Sie eine Definition anbringen?
Dr. Michael Rudowicz: Ein Blick auf die Seite von Wikipedia beispielsweise offenbart eine Reihe verschiedener Definitionen, etwa die Definition nach DIN Norm 69901 oder gemäß Project Management Institute (PMI) bzw. der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI). Die ursprüngliche lateinische Bedeutung des Wortes „Projektum“ heißt treffend übersetzt, „Das nach vorne Geworfene“, etwas handhaben oder managen. Wenn Sie diesen Gedanken weiterführen wollen, geht es darum, etwas voranzubringen oder eine Innovation einzuführen.

Management Angels: Ist Projektmanagement eine Arbeits- und (komplementäre) Organisationsform zur Lösung von besonderen Aufgabenstellungen, ein Führungsinstrument (Management by Projects), ein Methodenkoffer oder eher ein Impulsgeber zur kontinuierlichen Innovation und Erneuerung von Unternehmen?
Dr. Michael Rudowicz: Ich halte die von Ihnen genannten Teilaspekte nicht für falsch oder unzutreffend. Es scheint mir aber wichtig zu betonen, dass Projekte sich heute weniger durch ihre Einmaligkeit auszeichnen als vielmehr durch ihre Zielorientierung, ihre Ergebnisqualität in Zeit und Budget. Im Vordergrund steht das Bestreben, zügig und zielorientiert zu einem bestimmten Punkt zu gelangen. Dazu sind klare Methoden und routinierte Verfahrensweisen des klassischen Projektmanagements notwendig.

Management Angels: Sie sprachen an, dass der Charakter der Einmaligkeit von Projekten in den Hintergrund getreten ist. Können Sie diesen Gedanken weiter ausführen?
Dr. Michael Rudowicz: Gern. Projekte sind keine Kunstform, sie sind ein Handwerk. Ich habe viele Projekte erlebt, bei denen das Rad des Projektmanagements immer wieder neu erfunden wurde.. Im Fokus steht aber immer der selbe Zweck: Mit einem bestimmten Buget, in einer bestimmten Zeit, ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die dazu notwendigen Verfahren sind heutzutage so gut entwickelt und standardisiert, dass man zu Recht von Handwerk sprechen kann.

Lesen Sie das vollständige Interview im Branchen-BLOG Interimsmanagement.

Effektives Projektmanagement
Effektives Projektmanagement
Projekte werden an Ergebnissen gemessen

Das ökonomische Prinzip der Volkswirtschaftslehre besagt, dass zwischen Mitteleinsatz und Ertrag ein optimales Verhältnis herzustellen ist. Entweder ist mit minimalem Mitteleinsatz ein vorgegebenes Ziel (Minimumprinzip) oder mit gegebenen Mitteln ein maximaler Erfolg (Maximumprinzip) zu erreichen.
Wirtschaftliches Handeln gemäß obiger Definition erfordert die Festlegung einer Größe (Mitteleinsatz oder Ertrag). Die Eier-legende-Woll-Milch-Sau bzw. die Forderung, mit geringstem Mitteleinsatz maximalen Ertrag zu erwirtschaften, ist also inhaltsleer.

Was dieser Exkurs mit einem guten Projektmanagement zu tun hat? „Gutes“ Projektmanagement heißt vor allem, sich im Vorfeld über Ziele und Mittel, über Rahmenbedingungen und Akteure, über Risiken und Chancen detailliert und verbindlich zu verständigen. Die Erwartungshaltung muss transparent und realistisch sein, auf allen Seiten. Hier liegt im übrigen die Beratungsleistung eines Qualitäts-Providers, der Kandidaten erst vorlegt, wenn das Projekt klar skizziert ist.

Das heißt, Klärung der Projektanfrage, Präsentation der Ideal-Kandidaten, verbindliche und offene Feed-Back-Runden, administrative Abwicklung des Mandats, Begleitung des Projektes als „Shadow Manager“ für Kunde und Interim Manager, professioneller Abschluss des Projektes und Dokumentation.
Die Management Angels bieten übrigens seit vielen Jahren Workshops  für Interim Manager zum Thema Projektmanagement an. Der nächste eintägige Workshop mit verschiedenen Referenten findet am 27. Juni 2008 in Düsseldorf statt.

Im Fokus steht eine Aufgabe auf Kundenseite, zu dessen Lösung ein hochqualifizierter und erfahrener Interim Manager, das Kundenunternehmen und der Provider beitragen. Nur wenn alle drei Instanzen zusammen optimal agieren lässt sich im Vorfeld genau bestimmen, was die Resultate sein sollen: minimaler Mitteleinsatz oder maximaler Erfolg.

Niederlassungsleiter Frankfurt Tilo Ferrari
MA-Niederlassungsleiter in Frankfurt am Main
Tilo Ferrari

Als Niederlassungsleiter Frankfurt am Main ist Tilo Ferrari regionaler Ansprechpartner der Management Angels im Rhein-Main Gebiet.
Sein Fokus liegt dabei auf der Besetzung von Positionen in den Bereichen Telekommunikation und Information Technology sowie Unterhaltungselektronik und Massenmedien. Tilo Ferrari verfügt über langjährige Erfahrung im Telekommunikations- und Medienbereich. Unter anderem arbeitete er für einen der ersten deutschen Datennetzbetreiber, wirkte bei Bertelsmann am Aufbau eines Breitbanddienstes mit und unterstützte als Management Berater bei A.T. Kearney zahlreiche IT- und Telekommunikationsunternehmen. Zuletzt hat Tilo Ferrari bei der Deutschen Telekom AG als Abteilungsleiter den Aufbau konzernübergreifender Konvergenzprodukte koordiniert. Tilo Ferrari hat Wirtschaftsinformatik und internationale BWL in Deutschland, USA und Japan studiert.

Redaktion 

Herausgeber der News&Views: Management Angels GmbH
Redaktionsleitung: Christiane Fuhrmann, V.i.S.d.P.: Thorsten Becker
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