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Der Change im Change-Projekt

Manager Logistik

Der Kunde, für den ich als interimistischer Personaler tätig war, ist ein führender Anbieter für Full Service eCommerce-Lösungen in Europa mit Hauptsitz in Hamburg, eingebunden in eine international agierende Handelsgruppe. Das Unternehmen möchte strategisch und langfristig im Rahmen der eCommerce-Lösungen sukzessive auf ein einheitliches IT-System setzen. Zielsetzung im Projekt war es daher, ein Change Management bei der Einführung von SAP aufzubauen und zu etablieren. Des Weiteren mussten die Personalentwicklungsinstrumente weiterentwickelt werden.

Bevor ich auf die eigentliche Ausgangslage komme, möchte ich kurz die Vorgeschichte skizzieren. Der Kunde benötigte, für definierte Arbeitspakete in der Personalentwicklung und im Change Management, eine umsetzungsstarke Unterstützung für 2-3 Tage die Woche. Nach gut drei Wochen im Projekt stellten wir gemeinsam mit dem Kunden fest, dass – unter anderem auch aufgrund meines Qualifikationsprofils – es für alle Beteiligten doch besser wäre, die vakante Position des Abteilungsleiters „Personal- und Organisationsentwicklung“ zur Überbrückung durch mich zu besetzen.

Nun zur eigentlichen Ausganglage zurück: Die Schwerpunkte Personalentwicklung und Change Management blieben, wenn auch mit anderen Vorzeichen, in meiner Verantwortung bestehen. Wichtige Themen in der Personalentwicklung waren u.a. die Führung eines Teams von vier Mitarbeiterinnen und gleichzeitig dessen Ausbau. Darüber hinaus hatte ich die Aufgabe bestehende Instrumente in der Personalentwicklung weiterzuentwickeln. Im Change Management bestand – objektiv gesehen – die wesentlich größere Herausforderung für mich. Das Unternehmen hatte gerade aktuell das größte IT-Umstellungsprojekt der bisherigen Unternehmensgeschichte gestartet. Das Change Management sollte hierbei ein wichtiger Bestandteil und Veränderungstreiber werden. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es ein Change Management nur in Grundzügen. Und für mich war es, nach einigen Jahren als Führungskraft in Projekten und in der Linie, mein erstes Projekt als Interim Manager. Von daher war es meine ganz persönliche Herausforderung, in diese neue Rolle hineinzuwachsen.

Die Anforderungen, die an die Führungsposition gestellt wurden, waren nun mein tägliches Arbeitsfeld und es funktionierte sehr gut. Es gab keinerlei Akzeptanzprobleme, nur als Manager auf Zeit tätig zu sein. Vielmehr begrüßten alle Beteiligten es sehr, dass die Lücke nun mit einer erfahrenen Führungskraft besetzt war.

Im Change Management galt es nun an dem anzuknüpfen, was im Projekt schon gestartet wurde, dies in eine Struktur zu bringen und auch erste Ergebnisse zu erzielen. Ganz entscheidend war hier die Stakeholder-Analyse. Warum? Da sowohl SAP, die Projektgröße als auch die Wichtigkeit für das Unternehmen neu waren, mussten sehr viele Stakeholder gut eingebunden werden, insbesondere die Geschäftsleitung. Eine entscheidende Rolle spielten hierbei Erwartungsinterviews auf Geschäfts- und Bereichsleitungsebene. Aufbauend auf diese wurde ein passendes Kommunikationskonzept aufgesetzt. Dieses musste allerdings immer wieder, aufgrund des Projektfortschritts und geänderter Rahmenbindungen, agil angepasst werden. So entstand ein sehr transparentes Bild zum Projekt im Unternehmen. Aufgrund der positiven Resonanz beim Auftraggeber wurde ich in meiner Rolle als Interim Manager bestätigt. Es ging sogar so weit, dass ich die neue, festangestellte Führungskraft eingearbeitet habe und bei einem weiteren Projekt die Change Management-Leitung interimistisch übernehmen konnte. Hier kann man wohl von einer klassischen Win-Win-Situation sprechen.