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Life Science

Liebe Leser,

unseren aktuellen Newsletter widmen wir der Life Science Branche, einer unserer acht Kern-Branchen. Diese Branche zeichnet sich aus durch ein hohes Qualifikationsniveau für Interim Manager wie Festangestellte, was die richtigen Kandidaten am Markt sehr begehrt macht.  Sicherlich ein Grund dafür, dass eine hohe Akzeptanz für Führungskräfte auf Zeit vorhanden ist, die schnell und flexibel eingesetzt werden können.

Die Life Science Branche steht unter einem hohen Kostendruck, der durch die Sparmaßnahmen der Gesundheitspolitik sowie den starken Wettbewerb  – speziell im Pharmabereich – erzeugt wird. Eine Situation, in der dem Interim Management eine wichtige Bedeutung zukommt. Life Science Manager werden bewusst nur für die Zeit der Projektphase, in der sie gebraucht werden, eingesetzt und verlassen das Unternehmen dann wieder. Das Know-how aber verbleibt im Unternehmen. Das spart Kosten und macht den Einsatz von Interimern attraktiv!

Auf der anderen Seite wächst das Wissen dieser Interim Manager mit jedem Projekt und macht sie so zu begehrten Kandidaten für das nächste Projekt.

Dr. Herrmann-Josef Baaken, interimistischer Kommunikations-Experte in der Pharmaindustrie, gewährt uns heute einen Einblick in seine Arbeit und zeigt auf, wie wichtig das Thema Reputation für die Life Science Branche ist. Des Weiteren stellen wir Ihnen Dr. Bodo Antonic vor, mit dem wir gemeinsam einen Experten-Check im Vertrieb für die Life Science Branche entwickelt haben.

Freuen Sie sich auf eine weitere Episode von Weyands Kolumne und merken Sie sich schon die Termine für unsere kommenden Veranstaltungen vor.

Viel Spaß bei der Lektüre und wir freuen uns über Ihr Feedback!

Ihre Management Angels
 

Dr. Hermann-Josef Baaken
Kommunikation ist das halbe Leben!
Erfahrungsbericht eines Reputations-Experten

Der folgende Beitrag kommt von unserem Pool-Mitglied Dr. Hermann-Josef Baaken (Grassrooter), Interim Manager mit langjähriger Erfahrung in der Kommunikationsarbeit für die chemische Industrie. Herr Dr. Baaken zeichnet ab Oktober 2013 als Sprecher der Geschäftsleitung für den Deutschen Verband Tiernahrung verantwortlich.

Ein neuer Arzneimittel-Skandal? Vergiftete Lebensmittel? Wenn Medien mit großer Reichweite Fakten aus der Arzneimittelforschung oder neue Erkenntnisse zur Qualität von Lebensmitteln veröffentlichen, verstehen sie sich immer auch als Anwalt der Öffentlichkeit. Die jüngsten Berichte über die Nebenwirkungen von Medikamenten – in diesem Fall das Bayer-Produkt Xarelto – machen wieder stutzig. Stutzig, ob die Branche ihre Lektion von anderen Fällen gelernt hat. Stutzig aus der Sicht von wirklichen Experten aber auch, warum trotz der mehr als zehn Jahre langen Forschung nun plötzlich unerwartete Nebenwirkungen, ja sogar Tote bekannt und in den Medien breit getreten werden. Die Frage ist vor allem: Wer hat ein Interesse an der Verbreitung dieser Information?

„Cash Cow Pharma“
Man muss schon ziemlich unbefangen sein und keinen Einblick in die tägliche Arbeit der Pharmaforschung haben, um die Hersteller in Bausch und Bogen zu verurteilen. Doch das in diesem Sektor erforderliche Risiko-Nutzen-Denken ist für den Laien immer noch unverständlich. Politiker sehen eher die „Cash Cow Pharma“, ob in Deutschland oder anderen Ländern Europas, und haben wenig Gnade. Die meisten Beobachter sind naturgemäß nicht im Detail involviert, und so ist ihnen auch kein Vorwurf zu machen.

Reputationsmanagement: Ein Thema für alle Mitarbeiter
Die Reputation in der Pharmaindustrie ist davon abhängig, wie glaubwürdig, nachvollziehbar und überzeugend, aber auch wie transparent die Unternehmen und ihre Repräsentanten kommunizieren. Dafür sind wahrlich nicht allein die Marketing-Abteilungen zuständig. Entscheidende Bausteine für das  Reputationsmanagement  sind an der Spitze das Unternehmensverständnis und die Philosophie. Ihr ordnen sich die Geschäftsinteressen und deren kommunikative Umsetzung unter. An der Basis betreibt ein professionelles Team Produktkommunikation, ggf. auch für Therapie- oder Geschäftsfelder.

Diese durchstrukturierte Kommunikation ist in einer Pyramide hierarchisch zu sehen, ohne die ein Gesamtbild nicht zu erzielen ist (siehe Abbildung). An oberster Stelle sind dafür der CEO und das Top-Management die Botschafter. Nicht umsonst sind deshalb die Corporate Communications-Abteilungen in direkter Linie an die Unternehmensspitze berichtspflichtig. Die Unternehmenskultur muss sich aber über alle Ebenen durchsetzen und von jedem Einzelnen im operativen Geschäft praktiziert werden.

Die Öffentlichkeit: kritischer Begleiter
Es liegt in der Natur der Sache, dass Medikamente und auch Lebensmittel sowie deren Herstellung (Stichwort: Massentierhaltung) immer wieder kritisch hinterfragt werden. Denn die Life Science-Branche ist einerseits extrem umsatzstark und deshalb unter Beobachtung. Sie ist andererseits aber auch elementar wichtig und jeder Mensch ist tagtäglich betroffen, also ein potenzieller Kunde als Leser für Medien oder Wähler für Politiker. Und wenn ein Produkt häufig genutzt wird oder in fast jedem Haushalt präsent ist (wie ein Schmerzmittel) oder verzehrt wird (wie das Putenschnitzel), dann steckt dahinter ein umsatzkräftiger Markt.

Fünf Minuten, die die Reputation zerstören können
Ob ein Unternehmen in diesem Umfeld arbeiten kann, hängt heute ganz elementar von dessen Reputation ab: die Lizenz, am Markt zu operieren. Warren Buffett hat gesagt, dass es 20 Jahre dauert, eine gute Reputation aufzubauen, aber nur fünf Minuten, um sie zunichte zu machen. Wer diese Erkenntnis verstanden hat, wird sein Handeln daran ausrichten.

In Zeiten wie diesen ist der Marktdruck sehr hoch. In Europa bedroht die Finanzkrise das Gesundheitssystem. Die Regierungen aller Länder haben das Ziel, die Gesundheitskosten zu senken und arbeiten an Reformen des Gesundheitssystems, um Kosten zu sparen. Ein dankbares Opfer ist die Pharmaindustrie, weil hier gezielt über die Erstattungssysteme Preissenkungen erzielt werden können, die die Gesundheitssysteme und damit den Steuerzahler entlasten. Die innovative und folglich hochpreisige Industrie steht vor dem Problem, bei hohen Profiten die hohen Preise zu verteidigen. Es ist bis heute nicht gelungen, den Wert der Innovation, also der teuren Forschung, deutlich zu machen und damit einen erheblichen Teil der Reputation zu festigen. Hier setzt die Innovationskommunikation an, die allerdings einen langen Atem verlangt.

Das Big Business muss überzeugen
Ein weiterer Aspekt sind die Veränderungen im Genehmigungsverfahren. Wer den Nutzen eines Präparates nicht eindeutig und nachvollziehbar belegen kann, muss sich hinter den preiswerteren Generika anstellen und hat mit deutlichen Preisabschlägen zu rechnen. Das führt zu einer Verlagerung der Ressourcen in den Unternehmen, um gegenüber den Entscheidungsträgern mit ausreichender Power aufzutreten. Entscheidungen müssen fachlich fundiert und mit klug konzertierter Kommunikation getroffen werden. Überzeugend sein heißt auch, mit guten Argumenten zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Dafür ist Vertrauen wichtig, das wiederum Transparenz notwendig macht. Eine nicht einfache Aufgabe für das Big Business, dessen Umsatzvolumen weltweit 956 Milliarden US-Dollar beträgt und viele Facetten hat. Für die Experten in den Pharma-Teams ist die Corporate Communication die Basis, auf der sie aufbauen können. Ist die Reputation ruiniert, haben es die Verantwortlichen im Marketing und in den Abteilungen, die sich um den Marktzugang kümmern, schwer, das neue Produkt zu positionieren oder die Position eines bekannten Präparats zu sichern.
 
Markenkommunikation und Corporate PR verbinden
Doch wer genau entscheidet über die Arzneimittelzulassung? Nach welchen Kriterien wird entschieden, wenn Medikamente auf eine Positivliste aufgenommen werden? Produktsicherheit und Transparenz sind bei Entscheidungsträgern im Gesundheitssektor wichtige Treiber. In der Kommunikation muss deshalb auf dieser Grundlage die Markenkommunikation in enger Verzahnung mit der Corporate Communication verstärkt werden. Allein mit gezielter Medical Affairs-Arbeit wird es nicht gelingen, auch nicht mit isolierter Medien- oder Lobbyarbeit im klassischen Sinne. Es sind verschiedene Tools und im wahrsten Sinne eine integrierte Kommunikation erforderlich, um die Reputation zu stärken und gleichzeitig Medikamente erfolgreich zu positionieren.
 
Stakeholder-Kommunikation: Das Team ist der Star.
Die Stakeholder-Kommunikation ist ein komplexes Arbeitsfeld. Dazu bedarf es einer Expertise, die Fachkenntnisse und kommunikative Fähigkeiten miteinander vereinigt: Der Naturwissenschaftler mit journalistischen Skills und einem politischen „Gen“. Der zielgruppenorientierte Dialog muss zum richtigen Zeitpunkt geführt werden. Reine Produktinformation ist „out“. Wenn ein Medikament nach Ablauf der Patentzeit auf dem Prüfstand steht und der Nutzen („added value“) gegenüber gleichwertigen Generika nachgewiesen werden muss, kann es teuer werden, hier nicht die richtigen Leute an Bord zu haben. Doch den Allrounder gibt es selten. Wie immer ist die Lösung „das Team“, das erfahrungsgemäß mit externen Spezialisten vervollständigt werden muss, auch wenn es manchmal nur für einen bestimmten Zeitraum ist. So kann der Streit mit der Behörde über ein Medikament durchaus zwei Jahre dauern und den befristeten Einsatz eines Interim Managers in der Kommunikationsabteilung rechtfertigen. Das dabei angesammelte Know-how und Do-how verbleibt dann im Unternehmen.
 
Praxiserfahrung ist Trumpf

Kommunikationsexperten, die aus der Corporate PR kommen, blicken über die gesamte Karriere auf breite praktische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen intern und extern zurück und können sowohl produktorientierte als auch produktunabhängige Kommunikation gestalten und umsetzen. Letztlich geht es um den Erfolg des Unternehmens. Ein Erfolg, der sich ohne die Produkte, die gleichzeitig erheblich das Image und die Reputation bestimmen, nicht darstellen lässt. Deshalb ist Story-Telling zu einer der Königsdisziplinen in der Unternehmenskommunikation geworden: die Geschichten über Produkte und Menschen, die in einem Unternehmen oder der Branche arbeiten. Das macht das Unternehmen emotioneller und sympathisch. Darüber kann auch ein rein an Fakten orientierter Entscheidungsträger nicht hinwegblicken. Die Verbindung von Emotionen und Fakten ist auch in der Life Science Branche ein Schlüssel. 
 
Es ist kaum zu glauben: Viele wissen nicht, welch hoher Aufwand in die Entwicklung eines neues Arzneimittels gesteckt wird – in die Forschung für den Nutzen, aber auch für die Nebenwirkungen. In einem so extrem von äußeren Bedingungen und Entscheidungsträgern beeinflussten Markt bedarf es intensiver Kommunikation, mit der das Unternehmen langfristig erfolgreich bestehen kann.
 
Licence to operate
Bis zum Jahre 2020 stehen noch weitere Hürden bevor: die Re-Evaluierung der nationalen Gesundheitssysteme, Compliance-Fragen zur sicheren Anwendung der Arzneimittel, Reduzierung der Margen für Medikamente durch den Preisverfall sowie der ständige Wettbewerb zwischen Generika und innovativen Arzneimitteln. Es wäre zu einfach, auf die Entwicklungen lediglich mit dem Auf- und Abbau des Außendienstes zu reagieren. Ganz zum Schluss kommt es auf die „Licence to operate“ an, die einen wesentlichen Faktor zur Sicherung der Existenzfähigkeit bildet. Reputation schlägt alles.
 
Drei Fragen an Dr. Hermann-Josef Baaken
 
Warum steht die Life Science Branche so im Fokus der Öffentlichkeit?
Dr. Hermann-Josef Baaken: Die Vereinten Nationen (UN) konstatieren, dass bis zum Jahre 2050 die Weltbevölkerung auf mehr als 9 Milliarden Menschen steigen wird. Sie alle sollen ernährt werden und gesund sein. Ein riesiger Markt. Daran arbeiten viele Unternehmen – und auch sehr erfolgreich. Doch die Bestrebungen werden von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet. Ist die Gentechnik ein probates Mittel? Welche Rolle spielt die Rote Biotechnologie und darf der Mensch Nebenwirkungen akzeptieren, wenn es um das Überleben bei einer schweren Krankheit geht? Werden Produkte auf Kosten der Gesundheit vermarktet? Die Sensibilität ist groß, wenn ein Unternehmen innovativ ist und einen großen Forschungsaufwand hat, der sich rechtfertigen muss.
 
Hat die Sensibilität etwas mit der Reputation der Pharmabranche zu tun?
Dr. Hermann-Josef Baaken: Die Untersuchungsergebnisse von EFPIA, dem Verband der europäischen Pharmaindustrie, und anderen Auftraggebern zeigen, dass die Reputation eigentlich gar nicht so schlecht ist. Auch wenn die Gesundheitsindustrie natürlich hinter verbraucherintensiven Branchen wie der Telekommunikations- und Automobilindustrie, ja sogar der Lebensmittelwirtschaft zurückliegt. Das jedenfalls hat das jüngste Edelman Trust Barometer ergeben. Aber von den Pharmaunternehmen wird natürlich heute mehr erwartet, als nur ein neues, innovatives Produkt. Es geht darum, Problemlösungen anzubieten, die einen produktbegleitenden Service umfassen. Die Reputationstreiber müssen zielgenau auf die Stakeholder zugeschnitten sein, um Verbesserungen zu erzielen (siehe Abbildung). Das ist ein komplexes Kraftfeld.

Welche Rolle spielen Social Media-Aktivitäten?
Dr. Hermann-Josef Baaken: Diese neue Art der Kommunikation sollte man nicht unterschätzen, aber manchmal kommt es mir so vor, als ob die Unternehmen einfach nur dabei sein wollen. Vor einer Entscheidung müssen Ressourcen und Nutzen abgewogen werden. Tatsächlich ist gerade im B2B-Geschäft – und dazu zählen weite Teile der Life Science – der Einsatz der Social Media-Kanäle nur begrenzt sinnvoll. Besonders bei ethischen Produkten sollte sich die Kommunikation auf geschlossene Kanäle konzentrieren. Nicht alles muss auf dem großen Markt der Information ausgetauscht werden. Wen interessiert das? Sicher sind Blogs wichtig, wenn Ärzte oder in der Landwirtschaft die Bauern ihre Meinungen austauschen. Allerdings ist Vorsicht dabei geboten, seitens der Hersteller Einfluss zu nehmen. Solche Kanäle sind eher Seismograph. Per Saldo bleiben die traditionellen Medien führend.

Autor:
Bodo Antonic
Schnelle Unterstützung im Life Science Bereich
Experten-Check Vertrieb mit Bodo Antonic

Heute stellen wir Ihnen erstmalig unseren Experten-Check im Rahmen unseres Newsletters vor.

Gemeinsam mit ausgewählten Managern aus unserem Pool haben wir dieses Konzept mit dem Ziel entwickelt, Ihnen eine schnelle und kosteneffiziente Lösung zu bieten, die Stärken und Schwächen sowie Potentiale einzelner Funktionsbereiche Ihres Unternehmens zu ermitteln.

Management Board
Auf ein Wort
Die Geschäftsleitung kommentiert die aktuelle Marktentwicklung

Accenture bestätigt Trend hin zu flexiblen Arbeitswelten! Folgt man einer aktuellen Studie aus dem Hause Accenture, so naht auch im akademischen Umfeld das Ende klassischer Arbeitsmodelle in Festanstellung, gefolgt von einer Ära, in der die Besten im Rahmen von erweiterten Netzwerken und Beschäftigungsmodellen vorwiegend temporär an Unternehmen gebunden werden. Das ist Wasser auf unsere Mühlen, immerhin haben die Management Angels diese Entwicklung schon mit ihrer Gründung vor 13 Jahren antizipiert und konsequent in den Markt getragen.
 
Welche Faktoren bestätigen diesen Trend aus Sicht der Studie? Da ist zum einen die Erkenntnis in den Chefetagen, dass man sich mit Hilfe einer extern erweiterten Belegschaft schneller den richtigen Mix an Kompetenzen und Erfahrungen sichern kann und somit besser für die Unwägbarkeiten der globalen Weltwirtschaft gerüstet ist. Dazu gehören Freiberufler, also auch Interim Manager, Berater, Outsourcing Partner und weitere Spielarten der selbstständigen Arbeitswelt.  Die hier veröffentlichten Zahlen sind beeindruckend:

 

  • in den USA wuchs der Anteil der Freiberufler von 6% in 1989 auf aktuell geschätzte 20 – 33%
  • in einigen Industrien, wie Öl und Gas, wird der Anteil der Freiberufler auf bis zu 77% geschätzt

 
Zum anderen reift die Erkenntnis, dass Wissen um Märkte, Produkte und Prozesse immer feingliedriger wird. Wer auf der Gewinnerseite bleiben will, muss seinen Talent-Pool stets gut gefüllt haben. Nur wer in der Lage ist, den richtigen Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt richtig einzusetzen, kann seinen Wettbewerbsvorteil halten oder ausbauen. In der Studie wird beschrieben, dass über 55% der interviewten Führungskräfte in den USA den Zugriff auf ein solches erweitertes Netzwerk als einen wesentlichen strategischen Erfolgsfaktor ansehen.

Diese Erkenntnisse vor Augen, werden vor allem HR-Abteilungen angemahnt, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen. So werden die „Kunden“ der HR-Abteilungen in Zukunft nicht mehr nur Arbeitnehmer sein, sondern eben auch zunehmend freiberufliche Partner, die temporäre Dienstverträge mit ihren Auftraggebern abschließen. Auch wird prognostiziert, dass sich Organisationsstrukturen an diesen Trend anpassen werden. Cloud Computing dient hier als Vorbild. So gibt es bereits erste Plattformen, die speziell auf ein digitales Zusammenarbeiten interner und externer Arbeitskräfte hin optimiert sind. Cloud Computing steht aber auch für einen Trend des Sich-Auflösens von Unternehmensgrenzen. So wie zunehmend sensible Daten in netznahen Applikationen auf Servern verarbeitet werden, die den Unternehmen nur noch „logisch“ gehören, erfolgt zunehmend der Zugriff auf externe Spezialisten ohne festen Arbeitsvertrag. Deren Wissen und Erfahrungsschatz geht über „logische“ Beziehungen hinaus, ist also nachfrageorientiert. 

Die Management Angels freuen sich darüber, dass die Studie unsere Sicht auf den Markt teilt und davon ausgeht, dass Interim Management weiter im Aufwind bleibt. Wir sehen uns damit in unserer Arbeit bestätigt und werden weiterhin konsequent daran arbeiten, diese Erkenntnisse an unsere Kunden weiterzugeben, um mit ihnen gemeinsam aus unserem Pool die besten Köpfe zu finden!  

Die Accenture-Studie können Sie übrigens hier downloaden.
 

Autor:
Berater Giso Weyand
Weyands Kolumne
Ihr Profil auf dem Prüfstand – Episode 2

Ihr Profil auf dem Prüfstand – Episode 2

Wie sieht Ihr Profil bzw. Ihr CV als Interim Manager aus? Lassen Sie mich raten: Ein tabellarischer Lebenslauf, Foto in Passfotogröße, Sie lächeln vor einem hellen Hintergrund, es beginnt mit Ihrem Namen, Ihrem Jahrgang und vielleicht Ihrem Familienstand. Dann folgt eine ein- bis dreiseitige Auflistung aller Positionen – angestellt und im Mandat.

Falls es so wäre eine gute Nachricht: Sie sind in guter Gesellschaft und fallen damit nicht negativ auf. Allerdings auch nicht positiv, denn die meisten Ihrer Wettbewerber präsentieren sich genau so. Was können Sie dagegen tun?

Erster Eindruck: Ihr Foto
Lange bevor der Betrachter Ihres Profils darüber nachdenkt, hat er bereits ein Gefühl für Sie entwickelt – nämlich durch Ihr Foto. Nutzen Sie ein vergrößertes Passbild, Anzug/Kostüm, weiße Wand oder blauer Fotostudiohintergrund? Dann vermitteln Sie: ich bin 08/15. Oder beauftragen Sie einen Fotografen aus der ersten Liga, der Sie ablichtet mit Ecken und Kanten, mit Falten und Ihrem Charakter ins Gesicht geschrieben? Das fällt auf, vermittelt Professionalität und erzeugt ein kleines „Ja“, lange bevor Ihr Profil gelesen wird. Natürlich: Das ist Aufwand und den scheuen viele Ihrer Konkurrenten. Ihre Chance!

Positionierung und Besonderheiten voran
Nachdem ein erster Eindruck durch ein großes, aussagekräftiges Foto vermittelt wurde, beginnt Ihr Interessent zu lesen. Ob er ein Interessent bleibt oder er schnell zum Desinteressent wird, hängt von den ersten Zeilen Ihres Profils ab. Findet er lediglich Ihren Namen, Ihr Geburtsjahr und die Aussage Interim Manager, wird er schnell abschalten. Nein – bereits hierhin gehört ein Arbeitsschwerpunkt, eine klare Aussage, wofür Sie stehen und wofür nicht.

Echte Fakten
„Langjährige Führungsposition in internationalem Unternehmen des Maschinenbaus mit Budget-Verantwortung“. So oder so ähnlich lesen sich viele IM-Profile. Das sind Nebelbomben ohne Aussagekraft. Ihr potentieller Auftraggeber möchte wissen: Von wann bis wann waren Sie als was in welcher Position und hatten welche Aufgaben mit welchen Budgets und welchen Verantwortungen. Dies gilt natürlich nur für berufliche Stationen, bei Interim Mandaten gilt: so viele Informationen wie möglich nennen,  aber die vereinbarte Vertraulichkeit beachten.
Apropos Mandate. Auch im Profil empfehle ich, immer die wichtigsten Informationen voranzustellen. Dies sind – in aller Regel – Ihre letzten Mandate und nicht Ihre Schulbildung oder eine lang zurückliegende angestellte Position.

Neugierig machen
Um gelesen und nicht überlesen zu werden ist es hilfreich, eigene Arbeitsschwerpunkte nicht in Beraterdeutsch zu schreiben. Schreiben Sie statt „Aufgabe: Reorganisation des Customer Service“ lieber: „Meine Aufgabe: Den Customer Service fit machen, trotz 20% höherer Reklamationsquote und nur 3 Monaten Projektlaufzeit“.

Giso Weyand ist Inhaber des „Teams Giso Weyand – Die Berater-Berater“. Seine Kollegen und er unterstützen Interim Manager bei Strategie, Marketing, PR und dem täglichen Vertrieb. „Beratung ist sein Leben“ schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wovon auch 10 Bücher und knapp 90 weitere Publikationen zeugen. Weitere Informationen: www.teamgisoweyand.de.

AIMP academy workshops
AIMP academy, 14.-16. November in Hamburg
Einladung zu den Workshops für Interim Manager

Die AIMP academy ist das Weiterbildungsangebot des Branchenverbandes der Interim Provider. Die Workshops setzen sich aus verschiedenen Modulen zusammen und umfassen das gesamte Spektrum an Themen, mit denen Interim Manager sich sowohl zu Beginn als auch im Laufe ihrer Tätigkeiten auseinandersetzen.

Die AIMP academy bietet Interim Managern die Chance, sich praxisnahes Wissen anzueignen, welches eine fundierte Grundlage für erfolgreiches und professionelles Interim Management schafft.

Vom 14.-16. November finden die Workshops in den Räumen der Management Angels in Hamburg statt.  

Modul Einstieg: Donnerstag, 14. November 2013
Hier erfahren Sie alles, was Sie für einen professionellen Einstieg ins Interim Management wissen müssen.

Modul USP & Eigenmarketing: Freitag, 15. November 2013
In diesem Workshop finden Sie Ihren ganz eigenen USP als Interim Manager und erkennen, wie Sie Ihr Angebot optimal vermarkten.

Modul Verträge und Haftung: Samstag, 16. November 2013
Dieses Modul setzt sich mit Fragen zur Vertragsgestaltung und Haftung im Interim Management auseinander und sensibilisiert für die existierenden Risiken.
 
Die Workhops sind einzeln buchbar. Bei Buchung mehrerer Workshoptage haben Sie einen Preisvorteil gegenüber der Einzelbuchung.

Für Anmeldung oder Fragen melden Sie sich gerne bei Klara Sachse unter Tel.  +49 (40) 44195534.  

 

Autor:
Zeitungsartikel
Aktuelle Presse zum Interim Management
„Eine ernsthafte Beziehung auf Zeit“ im Handelsblatt vom 23.09.2013

Im Handelsblatt von Montag dieser Woche konnten wir unter dem Titel „Eine ernsthafte Beziehung auf Zeit“ lesen, dass „externe Interim Manager genau definierte Aufgaben und Projekte übernehmen“. Dr. Klaus Fischer und Oliver Seesing, Interim Manager im Finanzbereich und im Pool der Management Angels, schildern hier ihre Erfahrungen mit Kunden im Mittelstand. Thorsten Becker, Geschäftsführer der Management Angels, betonte: „Finanz- und Finanzierungsfachleute werden seit Beginn der Wirtschaftskrise vor fünf Jahren von diesen Betrieben häufiger angefordert als früher.“ Grund hierfür ist laut Seesing die mangelnde Übersicht. Er analysiere dann zunächst und helfe bei der Umsetzung seiner Vorschläge, was den Interim Manager, laut Becker, „von den meisten Unternehmensberatern unterscheidet“.
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„Wenn es passt, dann passt es“ in der Personalwirtschaft 09/2013

In der Personalwirtschaft 09/2013 schildert Kai Reddig, Consultant der Management Angels, am Beispiel des Kunden Hansa Heavy Lift, wie ein erfolgreiches Interim Mandat aussehen kann. Interessanterweise trat hier sogar der Sonderfall auf, dass der Interim Manager am Ende des Mandats in die Festanstellung wechselte, weil es für beide Seiten einfach optimal passte.

Die Vorteile einer Vakanzüberbrückung mit einem Manager auf Zeit sind für Mittelständler unverkennbar. Eine so schnelle Verfügbarkeit ist mit Hilfe einer Nachbesetzung in Festanstellung nicht möglich. Zudem bringen Interim Manager einschlägige und langjährige Fach- und Führungskenntnisse mit und steigen vom ersten Tag an operativ ein. Viele Gründe, die für den Einsatz eines Interim Managers sprechen.
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Weitere interessante Veröffentlichungen zum Thema Interim Management finden Sie auf unserem Presse-Portal.
 

Sommerfest Management Angels
Sommerfest der Management Angels 2013
In alter Tradition, aber neuer Location – im Hamburger Stadtpark

Zum ersten Mal feierten die Management Angels ihr Sommerfest in der „Bucht“ im Hamburger Stadtpark. Kunden, Manager und Geschäftsfreunde verbrachten – bei angenehm warmen Temperaturen – einen  schönen Abend bei Barbecue und Networking. Die „Wassersport-Begeisterten“ nutzten das sonnige Wetter für eine Tretbootfahrt auf dem Stadtparksee. Interessante Gespräche bis weit nach Sonnenuntergang rundeten die Veranstaltung ab.

Das Team der Angels bedankt sich für Ihr Kommen und die positive Resonanz auf die neue Location. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Impressionen zum Sommerfest finden Sie in unserer Bilder-Galerie.  

Robert Gerlach
„Creative Leadership“ – Die 8 Werte kreativer Kulturen
Management Angels Forum in Hamburg

Am 19. September fand das Hamburger Forum für Interim Management in den Räumlichkeiten der Management Angels statt. Mit seinem Vortrag zum Thema „Creative Leadership“ weckte Robert Gerlach, Ideentrainer und Inhaber der IQudo®academy for creative intelligence, die Neugier des Publikums und regte zu Interaktion und kreativen Fragenstellungen an.
 
Nur 6% der besten Ideen entstehen am Arbeitsplatz. Wie also regen Führungskräfte ihre Mitarbeiter zu ungewöhnlichen Denkansätzen und innovativen Lösungen an? Die sogenannten 8 Werte kreativer Kulturen stellen dabei den Grundstein für die Motivationen kreativer Menschen dar und fördern somit den Ausbau des Ideengeschäfts.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion tauschte man sich bei Wein und Fingerfood zu weiteren Themen rund um das Interim Management und die aktuellen Entwicklungen der Branche aus. Einige Eindrücke unseres Manager-Events haben wir für Sie in unserer Bilder-Galerie festgehalten

AsseCon
Haftungsrisiken für Interim Manager
Schutz durch Haftpflicht-Rahmenvertrag

Zu den Haftungsrisiken von Interim Managern befragen wir heute Thomas Bichl, den Prokuristen der AsseCon Assekuranzmakler GmbH in München.
 
Warum sollte jeder Interim Manager sich gegen Haftungsrisiken versichern?
 
Thomas Bichl: Grundsätzlich gilt es, Risiken zu vermeiden, zu vermindern oder zu verlagern. Dies gelingt weitestgehend durch eine klare Definition der Tätigkeit des Interim Managers im jeweiligen Mandat sowie dazugehörige haftungsbeschränkende Regelungen in den Dienst- oder Werkverträgen.
 
Nicht alle Schadenersatz-Risiken können aber ausgeschlossen werden. Solche Forderungen können existenzielle Dimensionen erreichen. Eine Haftpflichtversicherung schützt hier. Eine Vermögensschaden- oder Betriebshaftpflichtversicherung schützt den Interim Manager in Haftungsfällen und übernimmt die Anwalts‐ und Gerichtskosten sowie den Schadenersatz.
 
Sowohl die weitreichenden Haftungsgefahren von Interim Managern als auch die zunehmende Bereitschaft von Unternehmen diese „Dienstleister“ auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen, macht eine Absicherung z. B. im Rahmen einer Vermögensschaden- oder Betriebs-Haftpflicht notwendig.
 
Welche Lösung können wir Interim Managern anbieten?
 
Thomas Bichl: Es besteht über uns eine Rahmenvereinbarung mit der Hiscox zur Vermögensschaden- und Betriebs-Haftpflichtversicherung. Die Bedingungen und die Prämien wurden regelmäßig in den vergangenen Jahren überarbeitet und an die Bedürfnisse der Interim Manager angepasst.
 
Wer erhält die besonderen Konditionen des Rahmenvertrages?
 
Thomas Bichl: Der Versicherungsschutz gilt für gelistete Interim Manager der Management Angels GmbH. Hier die Highlights: 
 

  • Volle Abwehrkostendeckung bei Vorwurf einer wissentlichen Pflichtverletzung
  • Nur wenige Ausschlüsse; der Versicherer ist in der Beweispflicht, sofern er sich auf einen Ausschluss beruft
  • Deckung für Haftpflichtansprüche aus Tätigkeiten unterbeauftragter Dritter, welche vor Gerichten weltweit mit Ausnahme USA/Kanada geltend gemacht werden oder wegen Verletzung oder Nichtbeachtung des Rechts dieser Staaten
  • Offenes Deckungskonzept – die versicherten Tätigkeiten sind nur beispielhaft aufgeführt
  • Weltweite Tätigkeit in der Betriebs- und in der Vermögensschaden-Haftpflicht mitversichert

Redaktion 

Herausgeber der News&Views: Management Angels GmbH
Redaktionsleitung: Christiane Fuhrmann, V.i.S.d.P.: Thorsten Becker
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