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interim manager sanierung

Liebe Leser,
 
nur wenige Abbreviaturen sind so verpönt wie die Rede vom „K“-Wort. Bis ins Jahr 2008 hinein wurde das Kürzel in aller Regel mit „Kanzlerkandidat“ übersetzt. Beschrieben wurde damit ein zuweilen langwieriger und nervenzehrender Prozess der politischen Meinungsbildung, der lediglich sprachlich verkürzen ließ - eben auf das berühmte „K“.

In letzter Zeit ist das ursprüngliche Verständnis vom „K“-Wort nachhaltig neu-interpretiert worden und hat nun mit Fug und Recht Anspruch auf den Titel Unwort des Jahres in der Kategorie „Abkürzung“. Gemeint ist, was wenig überrascht, das böse Wörtchen K – r – i – s - e.

Tendiert die Auseinandersetzung mit der Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland zur sprachlichen Reduktion („K“-Wort), so scheint der Diskurs in asiatischen Sprachen grundsätzlich anders gelagert. In der westlichen Hemisphäre sorgte dies immer wieder für Bewunderung. So wird etwa John F. Kennedy das Zitat nachgesagt: „Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“

Die Schriftzeichen 危机 (wēi jī) beschreiben trefflich die zwei Seiten derselben Medaille. Im Kern machen Sie anschaulich, dass beide Perspektiven zusammengehören: Risiken sich bietender Chancen richtig einzuschätzen und unternehmerische Möglichkeiten nicht durch überzogenes Risikodenken verstreichen zu lassen.

Gerade in wirtschaftlich schwer planbaren Zeiten bieten Interim Management Services pragmatisches Do-How und konzentriertes Know-How. Um Themen sicher und nachhaltig in Krisenzeiten voranzubringen, bedarf es erfahrener Manager mit einem hohen Matching zum Anforderungsprofil.
 
Sanierungsprojekte sind dabei die "hohe Kunst“ des Interim Managements. Wir als einer der Marktführer für Interim Management wissen das und haben in der Vergangenheit eine Reihe anspruchsvoller Sanierungs-Mandate erfolgreich zum Abschluss gebracht. Einige Stichpunkte zum Thema finden Sie in der vorliegenden August-Ausgabe unseres Newsletter news&views.

 
Wir wünschen eine anregende Lektüre
Ihre Management Angels

sanierung
Die hohe Kunst des Interim Managements: Sanierung
Sanierungsnachfrage bei Providern

Welche Frage wird uns als Interim Management Provider aktuell am häufigsten gestellt? Ganz eindeutig. Es ist die Frage nach dem Anteil der Sanierungsprojekte an der Gesamtanzahl derzeit laufender Mandate. Oft heißt es dann, „Herr Müller, Sie müssten doch jetzt alle Hände voll zu tun haben.“ Ganz falsch ist diese Einschätzung nicht, greift allerdings in der Verallgemeinerung zu kurz.

  • Es ist richtig, dass der Anteil an Restrukturierungs-, Sanierungs- und Turn-Around-Mandaten in den letzten Monaten gestiegen ist. Lag die Quote im letzten Jahr bei ca. 15% des Gesamtauftragsvolumens so ist bereits heute absehbar, dass dieser Anteil 2009 höher sein wird.
    Interim Manager werden oft geholt, wenn Führungsmannschaften Support benötigen, interne Sanierungskompetenzen fehlen, ein zeitkritisches und professionelles Liquiditätsmanagement gefragt ist, Board Member kurzfristig ersetzt werden müssen. Feuerwehreinsätze gehören immer noch zum klassischen Einsatzkanon von Interim Managern.
  • Es ist falsch, anzunehmen, Provider würden sich nun vollständig auf das Sanierungsbusiness konzentrieren. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn erfahrene Sanierer mit einschlägiger Projekterfahrung in diesen Monaten eine höhere Auslastung verbuchen können, so bezieht sich der überaus größere Anteil der Projektanfragen auf Nicht-Sanierungs-Themen.
    Von den ca. 50 laufenden Mandaten der Management Angels im Monat August haben viele Projekte einen Restrukturierungsbezug, einige sind eindeutig als Sanierungsprojekte klassifiziert. Feststellbar ist eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber 2008: kritischere Budget-Situationen (Verzögerung von Besetzungsprozessen) und eine Zunahme von „ad hoc Entscheidungen“ (kurzfristige Projektstopps).

Fazit: Sanierungen gewinnen an Gewicht, sind aber noch keinesfalls das alles bestimmende Thema. Wichtiger ist die Einschätzung, dass das gegenwärtig uneinheitliche Marktumfeld die Besetzung unternehmerisch gebotener Projekte mit erfahrenen Managern beeinträchtigt.

Grundlage für das enorme Wachstum der Interim Management Branche der letzten Jahre war ihre „Normalisierung“ und „Professionalisierung“: Zweite und dritte Ebene ergänzen First-Level, Interim Manager sind heute in nahezu allen Funktionsbereichen tätig, Interim Manager werden jünger und weiblicher, Projekte flankieren Mandate in der klassischen Linie.

Als Management Angels konnten wir in den letzten Monaten eine Zunahme der Projektnachfrage feststellen. Viele Unternehmen gehen jetzt vertagte Projekte an und beurteilen die Großwetterlage insgesamt wieder positiver. Wir erwarten mit dem Ende der Sommerpause und dem Abschluss der Bundestagswahlen einen weiteren Schub. Gefahr und Gelegenheit.

Angel
Wenn es hart auf hart kommt
Send me an Angel!

In den Gesprächen auf dem AIMP-Jahresforum 2009 Anfang Juli in Wiesbaden ging es vielfach um das berühmte „K“-Thema, die aktuelle Auftragslage und Case Studies mit Sanierungshintergrund. Der Workshop „Sanierung“ im Rahmen des Jahresforums brachte anschließend folgende Einschätzungen zur Entwicklung des Marktes auf den Punkt.
 

  • Vielen Unternehmen ging es im ersten Halbjahr schon zu schlecht, um Interim Manager noch für normale Verbesserungsprojekte zu holen (so konnte man immerhin sparen), aber noch nicht schlecht genug, um bereits tatsächliche Sanierungsprojekte einzuleiten.
  • Bei vielen Projekten mit anderen externen Sanierungsanbietern stand oft noch die Sanierungsanalyse oder ein vorwiegend bilanzorientiertes Financial Reengineering im Vordergrund.
  • Im zweiten Halbjahr dürfte es hingegen zu einem deutlich anwachsenden Bedarf an operativer Sanierung kommen.
  • Wirtschaftsanwälte und Insolvenzverwalter werden vor einer Überschuldung überwiegend als Gutachter, aber auch zur juristischen Begleitung von Restrukturierungsprozessen gefordert. Hier brauchen erfahrene Anwälte eher selten externe Unterstützung.
  • Dort, wo tatsächliche operative Führung und Gestaltung von ihnen erwartet wird, können Interim Manager durchaus beitragen – möglichst schon bei der Verhinderung einer Insolvenz, gelegentlich auch im eigentlichen Insolvenzverfahren.

 Wenn es wirklich hart auf hart kommt, sind alle Beteiligten gefragt. Der Ruf nach dem Feuerwehrmann fordert alle Projektbeteiligten, von den Entscheidern im Unternehmen, über die Gesellschafter, den Provider bis zum Interim Manager. Bereits im Vorfeld des Projektstarts muss der Auswahl- und Besetzungs-Prozess zu 100% fehlerfrei laufen. Geklärte Haftungsfragen, eine eindeutige Projektdefinition und eine klare, verbindliche Kommunikation sind Voraussetzungen für ein sauber aufgesetztes Mandat.

Dies gilt insbesondere für internationale Sanierungen, von denen die Management Angels derzeit ein Projekt in Frankreich unterstützen. Spezifische kulturelle und rechtliche Unterschiede müssen dabei von unserem Angel beherrscht werden. Bekanntlich können Sanierungen ja gerade in Frankreich von besonderen Eigendynamiken geprägt sein.
 

Management Angels Technologie
Fester Anker im Technologieumfeld
Management Angels leiten TIMES-Workshop in Wiesbaden

Im Rahmen des AIMP-Jahresforums leiteten die Management Angels das Workshop-Segment zum Thema TIMES (Telekommunikation, IT, Medien, Entertainment, Security). Neben Moderator Thorsten Becker (Management Angels) waren Matthias Rudowicz, Michael Opp, Anton von Rueden und Dr. Frank Edelkraut auf dem Podium vertreten.
Fazit des Workshops: Die TIMES-Märkte unterliegen besonderen Dynamiken, einem hochkompetetiven Umfeld sowie kurzen Produktzyklen, die einen hohen Innovationsgrad von Unternehmen und Projektkulturen erfordern. Interim Management ist in diesen Märkten ein häufig genutztes Tool, um kurzfristig externe Spezialisten für Projektthemen hinzuzugewinnen. Mit schnell wandelnden Kundenbedarfen kommt den Vermittlern eine besondere Rolle für das Verständnis und die Klärung des Projektes zu. Für Interim Manager besteht eine Kern-Herausforderung darin, Linienverständnis mit Projektmanagementskills zu vereinen.
 

Hamburger Head Office
Neue Perspektiven im Hamburger Head-Office
Das asiatische Zeitalter

Götz-Peter Reichelt, Photograf and Wood Carving Artist, bringt seit Kurzem frischen Wind in den Hamburger Head-Office der Management Angels. Die zahlreichen Bilderleihgaben mit asiatischen Motiven und auffallenden Farben sind ein Hingucker für das gesamte Team und die stetigen Gäste unseres Büros. Erste positiv-kreativ-anregende Auswirkungen konnten bereits festgestellt werden.
 
Die Bilder von Reichelt basieren auf dem sog. "Kiwi-Projekt" und sind käuflich erwerbbar. Kiwi`s sind durch einen biochemische Prozesse veränderte Color-Diapositive. Weil der Vorgang eventuell nicht zum Stillstand kommt, sind sie, erneut wie ein Foto, als Momentaufnahme hochauflösend eingescannt. Es geht um das Festhalten eines Veränderungsprozesses.
 
Weitere Informationen über Götz-Peter Reichelt, dessen Neugier und Reiselust über 30 Jahre lang Antrieb für seine bildnerische Gestaltung waren, finden Sie auf seiner Homepage www.reichelt.cc.

Redaktion 

Herausgeber der News&Views: Management Angels GmbH
Redaktionsleitung: Christiane Fuhrmann, V.i.S.d.P.: Thorsten Becker
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