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Liebe Leser,

unseren aktuellen Mai-Newsletter widmen wir dem Thema Startups. Im Fokus stehen der Einsatz von Interim Managern in den unterschiedlichen Phasen des Startup-Wachstumsprozesses und die Möglichkeiten der partnerschaftlichen Unterstützung, die wir als Provider leisten.

In der Startup-Branche fanden unlängst einige wichtige Treffen statt und die Insider haben sich über viele aktuelle Themen ausgetauscht. Klara Sachse, Consultant der Management Angels und Kennerin der Startup-Szene, war für uns unterwegs und hat mit einigen Startup-Unternehmern, Interim Managern und Freelancern gesprochen. Einen kleinen Auszug der Erkenntnisse, die sie dabei gewinnen konnte, haben wir in den folgenden Beiträgen für Sie zusammengetragen, u.a. auch ein Interview mit der Startup-Expertin und Interim Managerin Christiane Philipps.

Auch in Weyands Kolumne gibt der „Berater-Berater“ Giso Weyand einige wertvolle Tipps, die Sie als Interim Manager beachten sollten, wenn Sie in der Startup-Branche tätig sind oder werden möchten.

Der nachfolgende Artikel gibt Ihnen einen kleinen Rückblick auf unser diesjähriges AIMP-Jahrestreffen auf Burg Schwarzenstein, bei dem die Management Angels zum zweiten Mal in Folge den Interim Manager des Jahres stellen konnten. Katrin Grunert-Jäger überzeugte die Jury, weil „sie sich neben ihrer langjährigen Berufs- und Projekterfahrung als Interim Managerin durch ihre exzellente und professionelle Dienstleistungsorientierung auszeichnet.“ Wir freuen uns, Ihnen die frisch ernannte Interim Managerin des Jahres 2013 vorzustellen.

Zudem bieten wir Ihnen einige interessante Ergebnisse aus dem Workshop „Interim Management – eine Ohrfeige für die Work-Life-Balance?“, den unser Geschäftsführer Thorsten Becker als Referent auf dem Jahresforum inhaltlich mitgestaltet hat.

Viel Spaß bei der Lektüre und einen sonnigen Mai!

Ihre Management Angels
 

Interim Manager Startup
Brauchen Startups Interim Manager?
Wir nehmen Interim Management in Startups unter die Lupe

Die Startup-Szene in Deutschland ist aufregend, innovativ und größer als man denkt! Wussten Sie, dass in Hamburg auf 10.000 Einwohner 122 Startups kommen? In Berlin sind es sogar 128*. Bei dieser Rechnung dürfte die Definition eines Startups allerdings sehr weit gefasst sein. Seit 13 Jahren beraten die Management Angels sowohl etablierte als auch junge Unternehmen der innovativen Online-Branche. Darunter immer wieder extrem junge Companies der Startup-Szene und meist solche, die sich in Wachstumsphasen befinden. Sowohl Projektlisten erfolgreicher Interim Manager als auch eigene Projekte der Management Angels zeigen, dass das Modell Interim Management in der Startup-Welt schon lange etabliert ist.

Doch hat das Modell auch Grenzen? Wir haben die letzten Wochen dazu genutzt den Vorteilen aber auch Grenzen von Interim Management in Startups etwas genauer nachzugehen. Dazu haben wir Kunden, Manager und Netzwerkpartner getroffen, um offen zu diskutieren. Drei Gesprächspartner, drei Stellungnahmen, ein Fazit!

„VON ANFANG AN!“ 

Fabian Heilemann hat mit dem Einsatz von Interim Managern in allen „Lebens-Phasen“ eines Startups gute Erfahrungen gesammelt. Er gründete gemeinsam mit seinem Bruder Ferry Heilemann 2009 die DailyDeal GmbH. Die Gründung wurde zu einer der spektakulärsten Erfolgsgeschichten der Gründer-Szene der letzten Jahre. 2011 verkauften die Brüder das Unternehmen an den Suchmaschinen-Riesen Google und kauften es 2013 wieder zurück. Sie wollten es wieder eigenständig führen und nach eigenen Vorstellungen weiterentwickeln. „Wir hatten von der ersten Stunde an Interim Manager bei uns im Haus und haben in unterschiedlichen Phasen der Unternehmensentwicklung ihre Expertise genutzt. Eine unserer ersten Mitarbeiterinnen war Interim Managerin. Sie hat eine wichtige Grundlage geschaffen und Basisprozesse aufgebaut. Viele der neuen Mitarbeiter waren – wie in Startups üblich – jung und frisch von der Uni. Die Interim Managerin brachte wichtiges Know-how. Anstatt die Best Practices erst mühsam selbst erlernen zu müssen, ging dadurch einiges schneller und professioneller.“

Fabian Heilemann sieht aber auch Grenzen des Modells. „Die Identifikation mit dem Unternehmen kann bei Interim Managern niedriger sein als bei Festangestellten. Interim Manager starten schnell, können aber eben auch kurzfristig wieder weg sein. Das ist die Kehrseite des Modells.“ Auch von Investorenseite wird der Einsatz von Interim Managern zwiespältig gesehen.

Auf der einen Seite können sie – gerade wenn ein Verkauf ansteht und extrem hoher Zeit- und Ergebnisdruck zwischen Investor und Gründerteam herrscht – viele Prozesse beschleunigen und optimieren, doch sehen die Kosten auf den ersten Blick höher aus als bei Festangestellten. „Der nachhaltige Gewinn, den man durch den Einsatz eines Interim Managers hat, muss deutlich erkennbar und durch KPIs belegbar sein“, so Fabian Heilemann. „Zudem muss gesichert sein, dass kein strategischer Nachteil daraus resultiert, dass Know-how nur temporär eingekauft ist und nicht, wie bei einem Festangestellten, langfristig im Unternehmen zur Verfügung steht“. Dies muss durch professionellen Wissenstransfer und nachhaltige Übergaben seitens des Interim Managers gewährleistet werden.

„FÜR DIE ERWACHSENEN“

Interim Management ist ein geniales Tool für Startups – sofern sie „erwachsen“ sind! Jochen Maaß ist Managing Director von Hanse Ventures, einem Hamburger Inkubator, der Startups mit Kapital, Infrastruktur und Know-how versorgt.

Er ist der Meinung, dass Interim Management erst für Startups mit einem bestimmten Reifegrad ein Thema ist. In der ganz frühen Gründerphase braucht es eher hochmotivierte und leistungsfähige Gründer und Mitarbeiter als professionelle Manager. Das, was Interim Manager leisten, kann im Idealfall auch vom Inkubator oder Business Angel geboten werden. Sobald die Startups dann „erwachsen“ werden, mehr Geld vorhanden ist und professionellere Strukturen eingezogen werden müssen, werden erfahrene Manager an Bord geholt. Im Idealfall wären es Festangestellte. Doch das ist in der Realität nicht immer möglich. Und hier kommt wieder der Vorteil der zeitlich schnellen Verfügbarkeit und Flexibilität ins Spiel, der durch Interim Management gewährleistet ist.

STARTUPS: NUR FÜR BESONDERS FLEXIBLE INTERIM MANAGER

Der Hamburger Business Angel und Interim Manager Tim Jaudszims ist immer auf der Suche nach herausragenden Gründern und Geschäftsmodellen. Er hat viele Startups während der Gründung und im folgenden Wachstum begleitet. Er ist Gründer und Geschäftsführer des kürzlich gelaunchten Funders-Club Hamburg, einem Business-Club für Privatinvestoren, der sich mit der Analyse und Bewertung von Startups beschäftigt.

Beim Lunch nimmt er Stellung: „Da Startups so gut wie nie etablierte Abläufe haben, müssen alle Mitarbeiter, egal ob Festangestellte oder Interim Manager, besonders flexibel sein. Ist dies als Grundvoraussetzung gegeben, können durch erfahrene Interim Manager teure Fehler vermieden werden, so dass der Tagessatz in Relation eine gute Investition sein kann“. Doch gerade bei kleinen Startups, die noch nicht so stark finanziert sind, gilt: „Je flexibler der Interim Manager sich beim Vergütungsmodell zeigt, desto leichter fällt es den Startups – und gegebenenfalls Investoren – sie zu engagieren.“

Tim Jaudszims selbst hat als Interim Manager Startups wie Keeeb oder easyPEP in Strategie- und Finanzierungsfragen beraten und als Gegenleistung Anteile erhalten. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn der Interim Manager seine eigenen „Bottomlines“ hinsichtlich seiner Vergütung kennt und genau weiß, auf was er sich bei dem Deal einlässt. Dies setzt eine gute Marktkenntnis und eine gewisse Risikobereitschaft voraus.

SEHR HOHE ANFORDERUNGEN

In jeder Phase, das zeigen uns die unterschiedlichen Ansichten, gibt es Ansätze für den Einsatz von Interim Management in Startups – genauso wie es Grenzen gibt. Die Grenzen sind die sehr unterschiedlichen, spezifischen und hohen Anforderungen an den Interim Manager. Ein Höchstmaß an Flexibilität, Schnelligkeit, Innovationsgrad und aktuellstem Wissen, ein gewisses Maß an Jugendlichkeit bei gleichzeitig hoher Seniorität, extreme Leistungsbereitschaft und „Drive“: All das muss ein Startup Interim Manager in sich vereinen.

Er darf sich nicht wie ein Konzern-Manager verhalten, muss aber die besten Konzern-Eigenschaften mit ins Startup einbringen, um es erwachsen werden zu lassen. Er darf sich nicht wie ein junioriger Gründer verhalten, muss aber zu dessen kampfeslustigem Spirit passen. Alle in der Auswahlphase beteiligten Parteien – Startup, Interim Manager und Provider – müssen hier transparent ihren Erfahrungsschatz einbringen, um die bestmögliche Besetzung zu gewährleisten – fachlich, persönlich und kulturell.
 
Hier sehen wir eine besonders hohe Verantwortung auf Seiten des Providers, der ja im Vorwege bereits das Startup und den in Frage kommenden Manager bestens kennen sollte und eine treffsichere Einschätzung abgeben muss.
 

Autor:
Christiane Philipps
Warum muss es immer wieder ein Startup sein?
Interview mit Startup-Expertin Christiane Philipps

Christiane Philipps ist Interim Managerin in jungen Startups und Internet Companies. Sie arbeitet seit mehr als 13 Jahren im und mit dem Web, seit 2010 als CTO und „Agile Enthusiast". Daneben hat sie an mehreren Büchern mitgeschrieben und ist als Sprecherin und Organisatorin vieler Konferenzen und User Groups tätig. Sie lebt in Berlin und freut sich, wenn ihre Arbeit sie zuweilen sogar bis nach Tokio führt.

Klara Sachse: Das Thema unseres Mai-Newsletters heißt „Startups“. Du bist selbstständige Interim CTO. Auf Deiner Projektliste stehen Unternehmen wie DailyDeal, Frontline Shop, StudiVZ, Crealytics und Rebate Networks. Alles junge Internet-Companies. Warum wählst Du Internet Startups als Kunden?

Christiane Philipps: Ich liebe die Freiheiten, die man dort hat. Das Potenzial etwas zu bewegen ist unglaublich, es geht grundsätzlich um alles oder nichts. Dementsprechend groß ist der Druck, aber auch die Amplitude der Gefühle.
Frontline Shop ist übrigens gar nicht so jung wie es aussieht. Die Frontline GmbH ist schon seit 25 Jahren im Geschäft - und eine regelrechte Legende. Das war das älteste Unternehmen, bei dem ich bisher gearbeitet habe.

Klara Sachse: Brauchen Startups Interim Manager und in welcher Phase? Was ist anders als bei Festangestellten?
 
Christiane Philipps: Ich werde meistens dann gerufen, wenn es brennt – oder im Idealfall, wenn die Geschäftsführung einen Brand gar nicht erst entstehen lassen will. Wenn die Position des CTO frei geworden, aber noch kein fester Nachfolger gefunden ist, oder man gar erst erkannt hat, dass man einen CTO braucht. Das geschieht, wenn das Unternehmen wächst und sich professionalisieren will. Manchmal, und das ist besonders schön, geht es auch darum, als Senior einen jungen CTO coachend zu begleiten.
Der Hauptunterschied zur Festanstellung ist sicherlich, dass ich nur solange da bin, wie für beide Seiten Mehrwert entsteht. Ist das nicht mehr der Fall, bin ich ganz schnell draußen. Meine Verträge sehen Kündigungsfristen von nur 14 Tagen vor. Das gibt den Startups Flexibilität und hält mich wach.
Klara Sachse: Was war ein besonders spannendes Projekt?

Christiane Philipps: Ein besonders spannendes Projekt war sicherlich DailyDeal. Ich bin dort eingestiegen, als die Webseite gerade drei Tage gelauncht war. Ein Entwicklungsprozess oder ein funktionierendes Development-Team waren quasi nicht vorhanden. Die Besucherzahl der Seite lag in diesen Tagen im drei- bis vierstelligen Bereich. Als ich acht Monate später ausschied, hatten wir Millionen von Besuchern pro Tag. Zudem war das Couponing-Modell das am schnellsten wachsende Business-Modell, das es je gegeben hatte und die Konkurrenz, insbesondere mit Citydeal (Samwer/Groupon), war stark. Da wurde mit harten Bandagen gekämpft.

Die meisten meiner grauen Haare habe ich wohl aus dieser Zeit – auf der anderen Seite habe ich unglaublich viel gelernt, und als ich ging, konnte ich auf ein Team in Product und IT zurückschauen, das Großartiges geleistet und viele Herausforderungen bewältigt hatte. Das macht schon ein bisschen stolz.
Klara Sachse: Was sind aus Deiner Sicht typischerweise die größten Herausforderungen von Startups? Wie kannst Du als Interim Managerin helfen?

Christiane Philipps: Die größte Herausforderung ist sicherlich, sich ab einer gewissen Größe zu professionalisieren ohne an Geschwindigkeit und Spirit zu verlieren. Die Kultur, die Magie, die Leute an Startups anzieht, muss erhalten bleiben. Auf der anderen Seite werden die Ansprüche an die Qualität der Software, den Umgang mit Mitarbeitern und die Professionalität der Arbeit immer höher, je höher Kundenzahlen und Investments werden.

Ich kann einerseits helfen, indem ich mit agilen Prozessen wie z.B. Scrum oder Kanban ein leichtgewichtiges Framework einführe, das ein Mindestmaß an Struktur gibt ohne die Dynamik zu ersticken. Ich glaube, dass agile Prozesse und Startups perfekt zueinander passen. Auf der anderen Seite bringe ich 13 Jahre Erfahrung im Startup- und Web-Bereich mit – und die dementsprechenden Learnings. Dadurch, dass ich interimistisch tätig bin, konnte ich viele Erfahrungen in sehr kurzer Zeit machen und darin Patterns erkennen, was hilft, um schnell eine Lösung zu finden. Zum Dritten weiß ich auch, was Investoren und Gründern jeweils wichtig ist und kann deren Sprache sprechen.

Klara Sachse: Ist die Akzeptanz für Interim Manager in Startups eher höher oder eher niedriger als in etablierten, „erwachsenen“ Unternehmen oder Konzernen?

Christiane Philipps: Da ich selten mit „erwachsenen“ Unternehmen zu tun habe, kann ich das nicht gut beurteilen. Jungen Gründern ist nicht immer bewusst, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt. Da Wandel aber ein wesentlicher Teil der DNA eines Startups ist, ist ein Begleiter auf Zeit sicherlich nicht ungewöhnlich.

Klara Sachse: Wieso lässt Du Dich nicht fest anstellen von einem der Startups – wo Du Startups doch so sehr liebst?

Christiane Philipps: Ich habe mich einmal überreden lassen – und ein weiteres Mal war ich kurz davor. Aber ich habe gelernt: Das ist nichts für mich. Mein Freiheitsdrang ist momentan noch zu groß, ich liebe die Abwechslung. Wenn ich fest angestellt bin, lässt meine Motivation nach, mein Commitment wird paradoxerweise geringer. So bleibe ich lieber frei – und begleite meine Projekte trotzdem oft noch lange über das tatsächliche Mandat hinaus, da sie mir ans Herz gewachsen sind.

Klara Sachse: Und kannst Du Dir vorstellen einmal selbst zu gründen?

Christiane Philipps: Ich bekomme oft Angebote als Mitgründerin, und ich habe tatsächlich vor vielen Jahren zwei Projekte zu bootstrappen versucht. Eine wichtige Erfahrung, die mich die Vorteile von Funding gelehrt hat. Daneben bin ich aber auch als Startup-Mentor tätig – also punktuell beratend und begleitend in sehr jungen Companies, für die ein Interims-Mandat nicht sinnvoll ist - und das kann durchaus auch in eine Beteiligung am Unternehmen münden.

Foto: Christian Kropfmüller 
 

Autor:
Berater Giso Weyand
Weyands Kolumne
Was wissen Sie über Startups?

Bitte denken Sie einmal an Startups – welche drei Begriffe fallen Ihnen als Erstes ein? Und nun nennen Sie bitte zehn Startups.

Das Erstaunliche an diesem Experiment: Kaum jemandem fallen auf Anhieb zehn Startup-Unternehmen ein, Assoziationen sind im Gegenzug aber reichlich vorhanden. Keine Unternehmensphase ist mit so vielen Vorurteilen, Mythen und Überzeugungen belegt, wie die Gründungsphase. „Startups haben kein Geld“, lautet ein solches Vorurteil oder „Startups halten sich selbst für unfehlbar“, „Startups sind doch nur solche hippen Internet-Unternehmen“ und „Startups sind beratungsresistent“.

Dabei vergeben Interim Manager systematisch Chancen, denn auch in der Startup-Szene wird Management auf Zeit immer wichtiger. Schnell wachsende Unternehmen benötigen oft externe Unterstützung: Sie, als schnell verfügbare Führungskraft in einem neuen Geschäftsfeld oder als erfahrener Branchen- oder Themenfachmann mit Beratungs- und Coaching-Expertise. Und Ihre Konkurrenz? Die pflegt weiter ihre Vorurteile über Startups und versucht den etablierten Mittelstand von Interim Management zu überzeugen.

Um in der Szene zu punkten, achten Sie auf dreierlei:

Erstens: Prüfen Sie Ihre persönliche Eignung für Startups und versuchen Sie nicht zu hip zu sein. Viele Interim Manager denken, sie müssten ihren Coolness-Faktor erhöhen, um bei Startups zu landen. Das ist nicht der Fall: Wenn Ihre Persönlichkeit und Ihre Kompetenzen wirklich gebraucht werden, dann sollen diese sofort erkennbar sein. Also: keine coole Internetseite – sondern eine, die Ihre Stärken transportiert.

Zweitens: Beschäftigen Sie sich mit Startups und ihrer Kultur. Gemeint sind nicht jene schillernden Vorbilder aus der Presse, sondern „Otto-Normal-Startups“, die Sie auf jeder Startup-Messe kennenlernen können. Fragen Sie nach deren Problemen, finden Sie heraus, wer erfolgreich ist, knüpfen Sie Kontakte. Nur wer sich mit seiner Kundschaft auskennt kann erfolgreich sein.

Drittens: Sprechen Sie mit Multiplikatoren. Banken und Venture Capital Gesellschaften stehen im regelmäßigen Kontakt zu Ihrer Zielgruppe, besser noch: sie trennen die Spreu vom Weizen. Machen Sie sich also gerade bei jenen Multiplikatoren bekannt.

Diese drei Regeln gelten im Übrigen auch für andere Zielgruppen – und Ihre Konkurrenz beherzigt sie nur selten.

Giso Weyand ist Inhaber des „Teams Giso Weyand – Die Berater-Berater“. Seine Kollegen und er unterstützen Interim-Manager bei Strategie, Marketing, PR und dem täglichen Vertrieb. „Beratung ist sein Leben“ schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wovon auch 10 Bücher und knapp 90 weitere Publikationen zeugen. Weitere Informationen: www.teamgisoweyand.de

Katrin Grunert-Jäger
Interim Managerin des Jahres 2013
Katrin Grunert-Jäger erhält diesjährige Auszeichnung vom AIMP

Am 26. April 2013 zeichnete der Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) zum dritten Mal in Folge die "Interim Manager des Jahres" aus. Die Preisverleihung bildete den festlichen Höhepunkt des Jahrestreffens des wichtigsten Zusammenschlusses von Interim Management Providern im deutschsprachigen Raum.

Bei der Wahl von drei herausragenden Vertretern der Branche (Deutschland, Österreich und Schweiz) legt das Gremium des AIMP strenge Kriterien an. Die von den Management Angels vorgeschlagene Interim Expertin Katrin Grunert-Jäger erhielt diese Auszeichnung. Damit wurde der Erfolg ihrer Projekte aus den Jahren 2012 und 2013 geehrt, die das hohe Anforderungsniveau besonders gut widerspiegeln.

Die gebürtige Bad Pyrmonterin ist Volljuristin und seit 2002 mit dem Schwerpunkten Finanzen, Controlling und Recht interimistisch tätig. Die hohe Außenwirkung der Auszeichnung unterstreicht die positive Rückmeldung der Vorjahrespreisträger, u.a. von Eckhard Hilgenstock, der ebenfalls zum Manager Pool der Management Angels zählt. Die hohe Reputation durch die Ehrung des AIMP habe zu einer deutlichen Zunahme von Projektanfragen geführt.

„Wir freuen uns sehr, dass der Preis zum zweiten Mal in Folge an einen unserer Manager vergeben wurde“ sagt Thorsten Becker, Gründer und Geschäftsführer der Management Angels und seit 13 Jahren erfolgreich in der Vermittlung von Interim Managern tätig.
 

Autor:
Thorsten Becker
Interim Management – eine Ohrfeige für die Work-Life-Balance?
Workshop im Rahmen des AIMP-Jahresforums

Gibt es einen Unterschied zwischen Interim Management und Festanstellung, wenn es um das Thema Work-Life-Balance geht? Wo bleibt das Privatleben während eines Mandats und wie geht man mit der Zeit zwischen den Mandaten um? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftige sich der Workshop, der von Peter Mayer und Ralf Bösch (beide Brainforce GmbH) sowie Thorsten Becker (Management Angels GmbH) auf dem Jahresforum des AIMP durchgeführt wurde.

Thorsten Becker machte in seinem Impulsvortrag deutlich, dass der Umgang mit der Freiheit des Interim Managements gelernt sein muss. Zum einen erwarten den Interim Manager Projekte, die ihn zu weit mehr als 100% fordern und dann kommt plötzlich nach Ende des Projektes eine Phase des „Nichtstuns“, die der eine als Regenerationszeit empfindet und nutzt, was von einigen Teilnehmern bestätigt wurde, während sie der andere als „Belastung“ wahrnimmt. Einer der Teilnehmer berichtete sogar von einer Beziehungskrise durch seine interimistische Tätigkeit, da Familie und Freunde ihn außerhalb des Mandates als „Arbeitslosen“ ansahen und behandelten.

Diese Situationen gilt es als Interim Manager zu vermeiden. Dies gelinge zum einen natürlich durch ein finanzielles Polster, das sich ein Interim Manager anlegen muss, um mandatsfreie Zeiten zu überbrücken. Hier sieht Becker einen Zeitraum von einem Jahr als absolut notwendig an. Zudem muss ein Interim Manager sowohl während seiner Projekte als auch zwischen den Projekten seine Zeit sinnvoll planen, um Geschäftliches und Privates in Einklang zu bringen. Ein Lernprozess, der mit zunehmender Erfahrung mit diesem Geschäftsmodell zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance führt.

Einige Ergebnisse der nachfolgenden Diskussion:

• Um während des Projektes das Private nicht zu kurz kommen zu lassen, sollte man von Anfang an private Termine mit der Familie und Freunden fest einplanen, um eine Isolation zu vermeiden. Auch Termine mit sich selbst gilt es unbedingt einzuhalten, wenn es um notwendige Entspannungs- oder Sportzeiten geht. Die Einführung eines Homeoffice-Tages in der Woche nach gutem Projektstart bietet ebenfalls einen Ausgleich von Arbeit und Privatem.

• Zudem sollte man sich Entspannungsübungen aneignen, die einem in extremen Stresssituationen eine schnelle Hilfe bieten. Versuchen Sie doch einfach einmal Ihre Zunge zu entspannen oder versuchen Sie einmal nicht zu denken, konzentrieren Sie sich auf Ihre Hand, bis diese anfängt zu prickeln oder drehen Sie die Augen im Uhrzeigersinn. Schnelle Hilfe mit einfachsten Mitteln!

• Für die mandatsfreie Zeit gilt es, sich neben seinen privaten Terminen auch feste „Arbeitszeiten“ einzuplanen, um seine Unterlagen auf den neuesten Stand zu bringen, die Akquise-Aktivitäten zu verstärken und neue Ideen zu entwickeln. Auch entsprechende Fachlektüre oder Fortbildungsmaßnahmen sollten in Angriff genommen werden, um für die kommenden Projekte bestens gerüstet zu sein. Networking-Aktivitäten sind hier von besonderer Bedeutung und sollten zum „Tagesgeschäft“ gehören. Damit erzeugt man gleichzeitig für sich, sein familiäres und freundschaftliches Umfeld die Akzeptanz für die Arbeit als Interim Manager.

Autor:
Frage
Wussten Sie schon?
Hamburg ist Game City

Als Projekt der Initiative Hamburg@Work wurde GameCity:Hamburg mit der Intention gegründet, den Standort Hamburg für die digitale Gaming-Szene attraktiver zu machen, Kooperationen innerhalb der Branche zu fördern und die Vernetzung zu stärken. Wohl mit Erfolg!

Nach Angaben von GameCity:Hamburg stieg die Anzahl von Arbeitsplätzen der digitalen Spielewirtschaft in Hamburg von 800 im Jahr 2003 auf 3.016 (Stand: August 2012). Beobachtet man die Stellenausschreibungen und Presseankündigungen der großen Hamburger Gaming-Unternehmen, dann ist – nach einem leichten Abschwung in 2012 – in diesem Jahr mit weiterem großen Wachstum zu rechnen! Ein Markt, in dem – aufgrund des hohen zeitlichen Drucks und der benötigten Flexibilität – immer stärker auch Interim Manager ins Spiel kommen.
 

Autor:
Presseartikel
Aktuelle Presse zum Interim Management
„Wie schaffen es Interim Manager, so kurzfristig erfolgreich zu sein?“

„Uwe Hemmer bewegt sich am Düsseldorfer Flughafen wie andere in ihrem Wohnzimmer. Zwischen 6 und 18 Monaten bleibt er an einem Ort – und bei einem Arbeitgeber. Dann zieht er zum nächsten. Der 57-Jährige ist Manager auf Zeit. Und viele Firmen setzen immer stärker auf sogenannte Interim Manager“, schreibt Ulrich Hinsen vom Management Radio, für das er ein Interview mit unserem Interim Manager Uwe Hemmer geführt hat. Erfahren Sie hier mehr über den Arbeitsalltag eines Interim Managers im Interview mit Uwe Hemmer.

Weitere interessante Veröffentlichungen zum Thema Interim Management finden Sie auf unserem Presse-Portal.

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Redaktion 

Herausgeber der News&Views: Management Angels GmbH
Redaktionsleitung: Christiane Fuhrmann, V.i.S.d.P.: Thorsten Becker
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