HR-Spezialistin
Erfolgsgeschichte

Managerin
Labor Relations

Erfolgsgeschichte eines unserer Angels in der Chemie-Industrie.

» Erfolgreich verhandeln mit anspruchsvollen Betriebsräten. «

Wer kennt das nicht: auf der Personalabteilung lastet ein hoher Arbeitsdruck. E-Mails, Meetings, Projekte, operative HR-Aufgaben, komplexer werdende und länger andauernde Einstellungsprozesse und dann noch die Betriebsratsthemen.

Mein Hintergrund

Betriebsräte haben das Ohr an der Belegschaft und können gute Partner im Unternehmen sein, jedoch ebenso mächtige Gegenspieler. Projekte, insbesondere die Einführung von neuer Software können durch Betriebsräte gestoppt oder verzögert werden. Dafür gibt es gerade in globalen Unternehmen zumeist wenig Verständnis. Deutsche Personalorganisationen stehen schnell am Pranger. Rechtfertigungen sowie die Entwicklung von „B-Plänen“ beanspruchen zusätzlich Zeit und Ressourcen. Wenn sich dann noch die Gespräche und Verhandlungen mit den Betriebsräten zäh gestalten, liegen die Nerven blank. Und nicht immer ist die Einigungsstelle als Lösung angeraten.

Mein Einsatz

Beim Kunden waren im Einsatzzeitraum ca. 20 Betriebsvereinbarungen, mit vier Betriebsräten und einem Konzernbetriebsrat, zu verhandeln. Durch das Ausscheiden des Personalleiters war es unmöglich geworden, alle HR-Aufgaben noch bewältigen zu können und einige Projekte waren liegengeblieben. Das führte zu einer hohen Unzufriedenheit bei den ohnehin anspruchsvollen Betriebsräten.

Hinzu kamen Veränderungen im Konzern, die Auswirkungen auf HR-Programme hatten und die in Deutschland nur unter Beachtung der Mitbestimmungsrechte und Zustimmung der Betriebsräte umsetzbar waren. In der Zusammenarbeit mit den Betriebsräten ging es dabei quer durch die Mitbestimmungsthemen: Einführung von Salesforce, einer neuen HRIS-Software, Rufbereitschaft, Performance Management System, Änderung der Arbeitszeitregeln in Schichtensystemen, BEM, Mobiles Arbeiten, Änderung der Vergütungssystematik, Einführung neuer sicherheitsrelevanter Videotechnik, tarifspezifische freiwillige Betriebsvereinbarungen und weiteres mehr.

Meine nächsten Schritte

Klingt kompliziert, aber dem Kunden ging es erster Linie darum, die Arbeit anzupacken und die anstehenden Projekte umzusetzen. Das war meine Aufgabe als externe Interim Managerin.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Betriebsräten ist Aufmerksamkeit, Zuhören und Geduld vonnöten. Verhandlungen erfordern eine gute Vor- und Nachbereitung sowie die intensive Beschäftigung mit den Fakten, sollen sie gelingen. Gerade bei Softwarevereinbarungen wird der Aufwand, die erforderlichen Informationen und Daten für eine datenschutzkonforme Einführung zu beschaffen, oft unterschätzt.  Und vordergründig ist nicht unbedingt die beste Verhandlungstaktik gefragt. Diese Spielwiese ist zumeist ausgeschöpft, da Betriebsräte nicht selten gut geschult sind und Verhandlungserfahrung besitzen.

Für erfolgreiche Betriebsratsverhandlungen ist ein gutes Projektmanagement wichtig. Und auch bei Betriebsvereinbarungen gibt es Raum für Standardisierung und damit zukünftige Zeiteinsparungen bei neuen Projekten. Es war meine Aufgabe dies zu vermitteln, anzupacken und umzusetzen. Nicht alle Projekte konnten in der Einsatzzeit abgeschlossen werden. Aber der Grundkonsens war erzielt und die Lösungswege standen fest, so dass der neue eingestellte Labor Relations Manager ohne Sollbruchstellen die Themen aufnehmen und nahtlos weiterbearbeiten konnte. Und selbstverständlich geht es nicht ohne Vertrauen. Haben sich Verhandlungen festgefahren, gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Als Externe fällt mir jedoch der Zugang leichter. Ich bin unvoreingenommen.

Die Interimszeit war geprägt von guten und manchmal sehr anstrengenden Erfahrungen und ich betrachte jede Aufgabe als ein Projekt, das es für meinen Kunden erfolgreich abzuschließen gilt.

Meine Qualitätsstandard sind Methodenkompetenz, Vertraulichkeit, Loyalität, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit.