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Wie entscheiden
Helden?

Oder: Sind Entscheidungsprozesse der Feuerwehr auf die Industrie übertragbar?

Meine persönliche Leidenschaft ist die Beschäftigung mit dem Thema #Führung. Das Faszinierende daran: je mehr man sich damit beschäftigt – ob in Theorie und/oder Praxis -, desto vielschichtiger wird es. Jeder von uns ist Führungskraft, in all‘ unseren multiplen beruflich-privaten Rollen und Situationen. Jeder von uns entwickelt sich, ob bewusst oder unbewusst, rational oder emotional.

Und noch eine Sache finde ich faszinierend. Bei der Beschäftigung mit Führungsthemen ist absolut lohnenswert, den Blick immer wieder auf ganz andere Kontexte zu richten und nach Übertragbarkeiten zu suchen.

So fiel mir kürzlich eine #brandeins Ausgabe aus April 2021 in die Hände. Das Thema war damals „timing.“ Ein tolles Heft, insbesondere der Artikel von Stefan Scheytt, mit dem Titel „Wie entscheiden Helden?“ (S. 96, frei downloadbar, Link in den Kommentaren). Es geht um den Offenburger Professor Bernhard Denne, der als ehrenamtlicher Feuerwehrmann Unternehmen rät, „so schnell und beherzt Entscheidungen zu treffen wie Lebensretter im Ernstfall.“

Denne plädiert für ein „feuerwehrbasiertes Entscheidungsmodell“ mit dem Grundsatz, dass „Befindlichkeiten bei Entscheidungen unbedingt zurückstehen müssen.“ In dem Artikel heisst es, „Operativen Aktionismus hätte er bei Bosch gern öfter erlebt. Nichts gegen seinen früheren Arbeitgeber, er sei im Guten gegangen, habe noch regen Kontakt: `viele tolle Menschen, ein toller Laden´. Aber eben auch ein Tanker wie so viele andere Großunternehmen, in denen ´Sitzungsverlängerer und Menschen mit Entscheidungsneurosen´ – wie Denne sie nennt – tonangebend sind, wo ´Projekte versemmelt und verschleppt werden, weil keine Entscheidung gefällt, sondern der Prozess bedient wird´. Wo aber gleichzeitig unterhalb des offiziellen Radars ´U-Boot-Projekte´ laufen, betrieben von hoch motivierten, risikobereiten Mitarbeitern, die andere mitziehen und begeistern und dem Unternehmen damit letztlich oft helfen, die eigene Entscheidungsträgheit zu überwinden.

Situationen, wie wir sie als Interim Provider übrigens ziemlich häufig im Vorfeld unserer #interimmanagement Projekte auf Kundenseite vorfinden.

Was denken Sie zu dem Thema? Könnten/sollten Manager und Entscheider sich von Feuerwehrmännern/-frauen etwas abschauen und wäre das zielführend? Schreiben Sie uns.

brand eins: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2021/timing/wie-entscheiden-helden